Kapitalist
Ein Kapitalist ist
- eine veraltete oder abfällige Bezeichnung für Investor
- Im Marxismus eine Person, die über Produktionsmittel verfügt. Um sein Leben zu fristen, muss er seine Fähigkeit zur Arbeit nicht (wie der Proletarier) verkaufen. Vielmehr zieht er aus deren lebendiger Arbeit Profit bzw. Einkommen, das er vor allem zur erweiterten Akkumulation seines Kapitals nutzt, ggf. zur Beschaffung weiterer Produktionsmittel verwendet.
Der Begriff des Kapitalisten kann in verschiedene Subkategorien aufgeteilt werden. Der Begriff des Industriellen bezeichnet einen Kapitalisten, der im Bereich der Produktion tätig ist. Die Handelskapitalisten sind Händler, die nicht selbst produzieren, sondern produzierte Güter absetzen. Sie treten als Mittler zwischen Produktion und Kunde auf. Der Begriff des Geldkapitalisten beschreibt den Finanzierungsbereich im weitesten Sinne.
Zu beachten ist, dass mehrere dieser Begriffe auf eine Person zutreffen können. So ist es nicht ungewöhnlich, dass produzierende Unternehmen ihre Produkte auch selbst absetzen. Oder das industrielle Unternehmen Kredite vergeben.
Die Kapitalisten als Klasse wurden von Karl Marx auch Bourgeoisie genannt. Sie haben den Adel des Feudalismus als herrschende Klasse abgelöst.
Literatur
- Anmerkungen zum kapitalistischen Verhältnis zwischen Arbeit und Reichtum.
Helmut Creutz Das Geldsyndrom http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/creutz/geldsyndrom/ Erweiterte Taschenbuchauflage, 628 Seiten, ISBN 3-928493-46-9
Siehe auch: Adam Smith Karl Marx Friedrich Engels Kommunismus Kapitalismus
Weblinks
- Die Klassen, I: Von den Kapitalisten (Online-Artikel)
