Karakumkanal

Der Karakumkanal, heute Türkmenbaşy-Kanal genannt (nach dem "Ehrennamen" des turkmenischen Präsidenten Saparmyrat Nyýazow), ist ein Kanal durch die Wüste Karakum zwischen dem Fluss Amudarja (bei Kerki) und Kaspischem Meer durch Turkmenistan. Er ist 1445 km lang. Wichtigste Stadt am Kanal ist Aşgabat.

Mit dem Bau wurde 1950 durch die Sowjetunion begonnen, um den steigenden Wasserbedarf durch den in der Umgebung forcierten Anbau von Baumwolle und Reis zu decken. Der Kanal, der auf nahezu seiner Hälfte von kleineren Booten befahren werden kann, war der größte der Sowjetunion. Durch ihn werden dem Amudarja große Mengen an Wasser entzogen. Als Folge erreicht der Fluss nur noch periodisch den Aralsee, der dadurch von der Austrocknung bedroht ist. Der Karakumkanal wird allein für 40 Prozent des Wasserverlustes des Aralsees verantwortlich gemacht und ist damit maßgeblich an der ökologischen Katastrophe beteiligt.

Da der Kanal offen verläuft und auch nicht über ein betoniertes Bett verfügt, verdunsten oder versickern etwa die Hälfte der hindurchgeleiteten Wassermengen. Der Kanal versiegt ca. 1100 km östlich vom Kaspischem Meer in der Wüste.

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