Karateka
Mit Karateka (空手家, jap.) wird eine Person bezeichnet, die den Kampfsport beziehungsweise die Kampfkunst Karate betreibt.
Karateka durchlaufen verschiedene Stufen, die den Grad ihres Fortschritts darstellen. Schülerstufen (Kyu) werden meist durch Gürtel unterschiedlicher Farben angezeigt. Die höheren Grade (Dan) der Meister werden durch einen schwarzen Gurt gekennzeichnet.
Das Suffix -ka entspricht dem japanischen Zeichen (家) mit der Bedeutung „Haus, Heim“. Ein Karateka ist also wörtlich jemand, der in der Sportart Karate „beheimatet“ oder zu Hause ist.
Eine ähnliche Bezeichnung ist auch in anderen japanischen Kampfsportarten gebräuchlich, z. B. Judoka, Kendoka und Aikidoka. Die Endung -ka findet sich aber auch auf anderen Feldern, so bezeichnet Mangaka einen professionellen Zeichner japanischer Comics.
Berühmte und bekannte Karateka
Historisch
- Sokon „Bushi“ Matsumura (1798–1890)
- Yasutsune Itosu (1830–1914)
- Chojun Miyagi (1888–1952)
- Kanryo Higashionna
- Hironori Ōtsuka (1892–1982; Wado-Ryu)
- Kenwa Mabuni (1890–1952; Shito-Ryu)
- Gichin Funakoshi (Shotokan/Shotokai)
- Choshin Chibana
Zeitgenössisch
- Carlo Fugazza: italienischer Karate-Meister (* 1951), Schüler von Hiroshi Shirai, erfolgreicher Kata-Spezialist, gewann in den 1970ern und 1980ern zahlreiche Wettkämpfe und ist auch in Deutschland als Lehrer aktiv.
- Hiroshi Shirai: japanischer Karate-Meister (* 1937), Schüler von Nishiyama und Kase, Wettkampferfolge in Kumite und Kata, Nationaltrainer in Italien, auch in Deutschland engagiert.
- Taiji Kase: japanischer Karate-Meister (* 1929, † 24. November 2004), Schüler von Gichin Funakoshi, war einer der angesehensten Karateka weltweit.
- Jean-Claude Van Damme: belgischer Karateka, Europäischer Champion im Mittelgewicht, danach Filmkarriere.
- Michael Milon (* 1972, † 2002): 3facher französischer Kata-Weltmeister (1994, 1996, 2000) gestorben an Herzversagen.
Kategorie:Karate
Kategorie:Kampfsport
