Kardinalität (Datenbanken)
Die Kardinalität beschreibt die Komplexität oder Grad einer Beziehung in einer relationalen Datenbank zwischen zwei Entitites.
Im ER-Diagramm wird die Kardinalität an der Beziehung notiert.
Es gibt drei Abstufungen:
- 1:1
- 1:n
- n:m
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Ausführliche Definition
Die Kardinalität gibt an, mit wieviel anderen Entitäten eine Entität einer bestimmten Entitätsmenge in einer konkreten Beziehung stehen muss bzw. kann. Die Angabe erfolgt im ER-Diagramm durch eine Zahl bzw. einen Buchstaben an den Linien, die die Raute der Beziehung mit den Rechtecken der Entitätsmengen verbindet.
Kardinalitäten
Umsetzung in Datenbanktabellen
1:1
Hier wird der Primärschlüssel einer der beiden Entitäten als Fremdschlüssel der anderen Entität in einer zusätzlichen Spalte hinzugefügt. Bei welcher der Entitäten das geschieht, ist technisch irrelevant, praktisch versucht man die reale Abhängigkeit darzustellen.
1:n
Die Datenbanktabelle der Entität auf der n-Seite erhält eine zusätzliche Spalte, die als Fremdschlüssel den Primärschlüssel der Entität auf der 1-Seite aufnimmt. Bei einer 1:n-Beziehung nennt man das Attibut, das mehrere „Instanzen“ haben kann, Mehrwertiges Attribut.
n:m
Hier wird eine Zwischentabelle erstellt, die Primärschlüssel beider Tabellen als Fremdschlüssel enthält.
Literatur
- Alfons Kemper, André Eickler, Datenbanksysteme. Eine Einführung, R. Oldenbourg, München, 1999 ISBN 3-486-27392-2
- Ramez Elmaris, Shamkant Navathe, Grundlagen von Datenbanksystemen, Pearson Studium, München, 2002 ISBN 3-8273-7136-8
- Tobias Eggendorfer, Datenbanksysteme für Wirtschaftsinformatiker, Norderstedt, 2005, ISBN 3-8334-2493-1
- Helmut Jarosch, Datenbankentwurf. Eine beispielorientierte Einführung für Studenten und Praktiker, Vieweg, Wiesbaden, 2002 ISBN 3-528-15800-X
- Hans Schwinn, Relationale Datenbanksystem, Hanser, München, 1992 ISBN 3-446-15782-4
