Karin Struck
Karin Struck (* 14. Mai 1947 in Schlagtow bei Greifswald) ist eine deutsche Schriftstellerin.
Leben
Karin Struck stammt aus einer Bauernfamilie, die 1953 während der Kollektivierung der DDR-Landwirtschaft in die Bundesrepublik floh. Strucks Vater arbeitete in verschiedenen Berufen, u.a. als Eisengießer und in der Textilindustrie. Karin Struck legte 1966 in Bielefeld ihr Abitur ab und studierte anschließend Romanistik, Germanistik und Politologie an den Universitäten in Bochum, Bonn und Düsseldorf. Während ihres Studiums engagierte sie sich im SDS und später in der Deutschen Kommunistischen Partei, aus der sie jedoch aus Protest gegen die Behandlung des sowjetischen Dissidenten Solschenizyn wieder austrat. Ihre erste Ehe wurde 1973 geschieden; von 1977 bis 1981 war sie mit einem Handwerker verheiratet. Sie ist Mutter von vier Kindern und lebt heute in München.
Während Karin Strucks erstes Buch, Klassenliebe, teils selbst in feministischen Kreisen noch als positives Beispiel einer neuen autobiografischen Bekenntnisliteratur begrüßt worden war, fanden ihre späteren Werke immer weniger Zuspruch. Kritisiert wurden vor allem die Hypersensibilität und das Selbstmitleid der Autorin sowie ihre mangelnde formale Disziplin. In den Achtzigerjahren geriet sie zudem als vehemente Abtreibungsgegnerin in die Kritik. So wirft sie 1993 bei einer Talkshow ein Glas nach der Ministerin Angela Merkel (CDU), trifft dabei jedoch eine Zuschauerin.
Karin Struck erhielt u.a. folgende Auszeichnungen: 1973 den Förderpreis der Stadt Düsseldorf, 1974 den Rauriser Literaturpreis
und 1976 den Andreas-Gryphius-Preis.
Werke
- Klassenliebe, Frankfurt am Main 1973
- Die Mutter, Frankfurt am Main 1975
- Lieben, Frankfurt am Main 1977
- Die liebenswerte Greisin, Pfaffenweiler 1977
- Trennung, Frankfurt am Main 1978
- Die Herberge, Pfaffenweiler 1981
- Kindheits Ende, Frankfurt am Main 1982
- Zwei Frauen, Münster 1982
- Finale, Hamburg 1984
- Glut und Asche, München [u.a.] 1985
- Bitteres Wasser, München [u.a.] 1988
- Blaubarts Schatten, München [u.a.] 1991
- Ich sehe mein Kind im Traum, Berlin [u.a.] 1992
- Männertreu, München 1992
- Ingeborg B., München 1993
Literatur
- Hans Adler (Hrsg.): Karin Struck, Frankfurt am Main 1984
- Manfred Jurgensen: Karin Struck, Bern [u.a.] 1985
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Struck, Karin |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schriftstellerin |
| GEBURTSDATUM | 14. Mai 1947 |
| GEBURTSORT | Schlagtow bei Greifswald |
| STERBEDATUM | |
| STERBEORT | |
