Karl Konstanz Viktor Fellner

Karl Konstanz Viktor Fellner (in einigen Quellen auch Carl Constanz Victor; * 24. Juli 1807; † 24. Juli 1866 in Frankfurt am Main) war der letzte Bürgermeister der Freien Stadt Frankfurt vor der preußischen Okkupation.

Der Kaufmann Fellner war ab 1852 Frankfurter Senator. Er vertrat die Stadt, die als souveräner Stadtstaat Mitglied des Deutschen Bunds war, bei den Verhandlungen zum Deutschen Zollverein. 1857, 1862 und 1864 war Fellner Jüngerer Bürgermeister, d.h. Stellvertreter des Stadt-, und Staatsoberhaupts, des Älteren Bürgermeisters.

1865 wurde Fellner als Nachfolger von Philipp Friedrich Gwinner Älterer Bürgermeister der Freien Stadt. Er übte das Amt bis zur Besetzung der Stadt durch die im Deutschen Krieg siegreichen preußischen Truppen am 18. Juli 1866 aus. Von diesem Tag bis zur Wahl des ersten Oberbürgermeisters der nun preußischen Stadt, Daniel Heinrich Mumm von Schwarzenstein 1868, lenkte der preußische Gouverneur Ernst Eduard Vogel von Falckenstein die Geschicke der Stadt.

An seinem 59. Geburtstag, dem 24. Juli 1866, erhängte sich Fellner in seinem Gartenhaus, aus Verzweiflung über den Verlust der jahrhundertealten städtischen Unabhängigkeit.

An den in den folgenden Jahrzehnten nahezu als Märtyrer verehrten letzten Bürgermeister der Stadtrepublik erinnert heute die Fellnerstraße im Frankfurter Westend und ein Grabdenkmal auf dem Hauptfriedhof.

Fellner, Karl Konstanz Viktor Fellner, Karl Konstanz Viktor Fellner, Karl Konstanz Viktor Fellner, Karl Konstanz Viktor Fellner, Karl Konstanz Viktor

Personendaten
Fellner, Karl Konstanz Viktor
Carl Constanz Viktor Fellner
Bürgermeister von Frankfurt am Main
1807
1866
Frankfurt am Main

See also: Karl Konstanz Viktor Fellner, 18. Juli, 1807, 1852, 1866, 24. Juli, Daniel Heinrich Mumm von Schwarzenstein, Deutscher Bund, Deutscher Krieg