Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig
Karl Wilhelm Ferdinand, Herzog zu Braunschweig-Lüneburg, Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (* 9. Oktober 1735 in Braunschweig; † 10. November 1806 in Ottensen bei Hamburg) war ein preußischer Feldmarschall.
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Karl Wilhelm Ferdinand übernahm 1773 die Regierung im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel von seinem Vater Karl I. (Braunschweig). Karl Wilhelm Ferdinand wuchs inmitten seiner 13 Geschwister auf und erhielt als Erbprinz eine angemessene Erziehung durch den Abt Jerusalem. Aufgrund seiner engen verwandtschaftlichen Beziehung zu Preußen- seine Mutter war die Prinzessin Philippine Charlotte von Preußen, eine Schwester von König Friedrich II. (Preußen) - und eines Subsidienvertrages, in dem das Fürstentum Braunschweig Truppen an Preußen zu Verfügung stellte, kämpfte der 21-jährige Erbprinz im Siebenjährigen Krieg in der Schlacht von Hastenbeck tapfer und erfolgreich gegen Frankreich auf preußischer Seite.
1763 heiratete Karl Wilhelm Ferdinand die Schwester des Königs Georg III. von England, Prinzessin Auguste von Hannover. Das Verhältnis der Ehegatten war konventionell und wahrte die höfischen Formen. Die Ehen der Töchter, Auguste Caroline und Caroline Amelia, scheiterten und nur ein Sohn, Friedrich Wilhelm, blieb gesund und konnte dem Vater 1806 in die Regierung folgen. Auf einer Reise nach Italien lernte Herzog Karl Wilhelm Ferdinand 1766 seine langjährige Mätresse Frau Branconi kennen. Aus dieser Beziehung entspross ein Sohn, der Graf von Forstenburg.
Die Regierung des Herzogs war anfangs geschickt geführt. Erfolgreiche Reformen ließen das kleine Fürstentum Braunschweig aufblühen. Unter dem Einfluss von Abt Jerusalem und dem Pädagogen Campe war Herzog Karl Wilhelm Ferdinand ein echter aufgeklärter Fürst. Seine größte Leidenschaft blieb aber das Militär. Im Jahr 1787 wurde der Herzog zum preußischen Feldmarschall ernannt. Es folgte der Oberbefehl über die preußischen und österreichischen Truppen, um die französische Revolutionsarmee zu besiegen. Das Vorhaben scheiterte mit der Kanonade von Valmy und der Herzog legte 1794 sein Amt wieder nieder.
Karl Wilhelm Ferdinand wurde 1806 völlig sinnlos als Oberbefehlshaber für die preußische Armee reaktiviert. Im hohen Alter von 71 Jahren starb er den Folgen einer schweren Verwundung aus dem Kampf gegen Napoleon nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt.
Nachkommen
Karl Wilhelm Ferdinand heiratete 1763 Prinzessin Auguste von Hannover (1737-1813), Tochter von Friedrich Ludwig von Hannover, Prinz von Wales.
- Auguste Caroline (*1764) - 1780 verheiratet mit Friedrich II., Herzog von Württemberg
- Karl George August (1766-1806)
- Caroline Amelia (*1768) - 1795 verheiratet mit Georg IV., König von Großbritannien
- Friedrich Wilhelm (1771-1815)
Stand- und Denkmale
- Reiterstandbild nach Entwurf Franz Pönninger, Wien, Enthüllung 10.11.1874, ausgeführt von Georg Ferdinand Howaldt
| Vorgänger Karl I. | Herzog zu Braunschweig-Lüneburg Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern 1773-1806 | Nachfolger Friedrich Wilhelm |
Braunschweig, Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig, Karl Wilhelm Ferdinand von Kategorie:Fürst (Braunschweig-Wolfenbüttel) Kategorie:Welfen Braunschweig, Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig, Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig, Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig, Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig, Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig, Karl Wilhelm Ferdinand von
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Braunschweig, Karl Wilhelm Ferdinand von |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | Preußischer Feldmarschall |
| GEBURTSDATUM | 9. Oktober 1735 |
| GEBURTSORT | Braunschweig |
| STERBEDATUM | 10. November 1806 |
| STERBEORT | Ottensen bei Hamburg |
