Kasan

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Kasan ~ 1630

Dieser Artikel befasst sich mit der russischen Stadt Kasan (Kazan). Für den gleichnamigen japanischen Kaiser siehe Kazan (Kaiser)


Kasan (tatarisch Qazan, russisch Казань) ist die Hauptstadt der autonomen Republik Tatarstan in Russland, an der Wolga, mit 1.108.100 Einwohnern (Stand: 2004). Die geographischen Koordinaten sind: 55,75° Nord, 49,13° Ost.

Kasan ist das Zentrum des Islam in Russland sowie ein wichtiger Maschinenindustriestandort und Verkehrsknotenpunkt. Kasan wurde im 10. Jahrhundert von Wolgabulgaren gegründet und war die erste nichtrussische Stadt, die Zar Iwan, genannt "der Schreckliche", dem russischen Reich einverleibte. Die Eroberung Tatarstans begründete die Tradition des russischen Vielvölkerstaates und sein Verhältnis zu nichtrussischen Minderheiten. Lenins Vater war Tatare, er selbst wurde in Simbirsk an der Wolga geboren und studierte in Kasan.

Inhaltsverzeichnis

1 Weblinks

Das Klima

Gemäßigt kontinental, im Winter wird es selten kälter als -16 °C, in milden Sommern liegt der Durchschnitt bei 20 °C.

Die Wirtschaft

Tatarstan gehört zu den wirtschaftlich bestentwickelten Republiken der Russischen Föderation. Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind Erdölförderung und Erdgasgewinnung. Nahrungsmittel- und Textilindustrie sind ebenfalls von großer Bedeutung. Landwirtschaft nimmt eine zentrale Stellung ein: 65% der Fläche sind bebaut oder Weideland.

In Kasan befinden sich zwei große Flugzeugwerke: Die "Kazan Aircraft Production Association", benannt nach S.P. Gorbunow, und das "Kazan Helicopters", bekannt durch die Mil Mi-8 und Mil Mi-17 Hubschrauber. Auch chemische und pharmazeutische Industrie befindet sich in Kasan. Kasan wird seit März 1997 von der Lufthansa angeflogen.

Bevölkerung

Die Bevölkerung besteht zum größten Teil aus Tataren (etwa zur Hälfte), Russen (ca. 40%), Tschuwaschen (knapp 4%) und Ukrainern (ca. 1%). Die am stärksten vertretenen Religionen sind der Islam und die Russisch-Orthodoxe Kirche. Unter den Minderheiten sind jedoch auch Katholiken, Protestanten, Juden, Baha'i und Krishna mit eigenen Gebetshäusern vertreten.

In der Stadt vorhandene weiterführende Bildungseinrichtungen

Weblinks

See also: Kasan, 10. Jahrhundert, 1550, 1708, 1830, 1839, 1859, 1862