Kategorien

Die Kategorien (lat. categoria ; griech. kategoria : die Grundaussage) bezeichnet ein Werk des Aristoteles, das einen Teil seiner Schrift Organon darstellt.

Siehe auch: Wikipedia-Kategorien

Zur mathematischen Bedeutung des Begriffs siehe: Kategorientheorie

Inhaltsverzeichnis

Zum Gegenstand der Betrachtungen bei Aristoteles

In diesem Werk betrachtet Aristoteles

Dies war der erste überlieferte Versuch einer systematischen Darlegung der Ansichten der Denker der Antike über die allgemeinen Züge der objektiven Realität und über die Kategorien, in denen diese allgemeinen Züge abgebildet werden. Die Kategorien sind bei Aristoteles allgemeinste, oberste logische Begriffe, unter die alle übrigen Begriffe subsumiert werden. Sie sind nur so weit wahr, wie sie mit dem materiellen Sein im Zusammenhang stehen.

Zur Herleitung der Kategorien aus den Aussagen über Dinge im Urteil

Für Aristoteles ist die erzeugende Substanz das eigentliche Subjekt im Urteil über einen tatsächlichen Vorgang. Und wie in der Wirklichkeit die Eigenschaften und Dinge entstehen, so sollen sie in den Prädikaten des Urteils ausgedrückt werden. Dabei sieht er auf das Genetische dieser Bestimmung. Denn aus dem ursprünglichen Begriff der Aussage (kategorein) werden die verschiedenen Richtungen des Beweises im Urteil entwickelt, und genau dies sind die Kategorien. Aristoteles nennt dies eine logische Erörterung und stellt sie der analytischen gegenüber. Denn analytikos bezeichnet im Unterschied von der allgemeinen Betrachtung der Begriffe (logikos) die Begründung des Beweises, die sich aus dem Verhältnis des Inhalts und des Umfangs der Begriffe ergibt. Zwar entsteht mit dem Urteil die Möglichkeit der Bildung von wahren und falschen Aussagen, aber da die Kategorien Elemente des Urteils sind und im Urteil dazu bestimmt sind, das Wirkliche und dessen Verhältnisse zu bezeichnen, so beziehen sie sich doch auf das Reale und haben eine objektive Bedeutung in sich.

Zur verallgemeinerten Charakterisierung der Kategorien

Die Kategorien sollen dabei die allgemeinsten Zusammenhänge und Beziehungen der Dinge in der Natur ausdrücken: sie sind "Aussagen über Wahres". Aber zusammen damit sind die Kategorien vollkommeneres Sein als die einzelnen Dinge. Während die einzelnen Dinge veränderlich, vergänglich sind, sind nach Aristoteles die Kategorien ewig und unveränderlich (was eine idealistische Interpretation ist). Diese Lehre von den Kategorien hatte aber auch metaphysische Elemente. Aristoteles behauptete z. B., dass die Kategorien nicht nur ewig und unveränderlich sind, sondern auch, dass sie nicht ineinander oder in Allgemeines übergehen können. Aristoteles bezeichnete, etwas allgemeiner als oben ausgeführt, verschiedene Prädikate eines einzelnen Gegenstandes als Kategorien, d. h. solche Begriffe, die in Bezug auf den einen oder anderen Gegenstand oder die eine oder andere Klasse von Gegenständen ausgesagt werden können.

Zur Heraushebung von drei Kategorien in der "Metaphysik"

Er gibt zehn solcher Kategorien an, die er aber in der "Metaphysik" auf drei reduziert:

Aber dies bedeutet nicht, dass er die übrigen Kategorien negiert, sondern nur, dass er unter ihnen das Wesen, den Zustand und die Beziehung als die wichtigsten betrachtet. In der Logikliteratur wird auf die Begrenztheit dieser Klassifikation der Kategorien hingewiesen, da in der Liste solche Kategorien wie Möglichkeit, Wirklichkeit, Form und Inhalt fehlen. Es wird auch bemängelt, dass einige der Kategorien unabhängig und selbständig sind, andere aber subsumiert werden können.

Nicht bei allen wird die Originalität des Werkes anerkannt, da der Lehrer von Aristoteles, Platon, im Dialog "Timaios" nahekommende Ansichten vertreten hat.

Literatur

siehe auch

Weblinks


Kategorie: Philosophisches Werk Kategorie:Griechische Philosophie Kategorie:Ontologie Kategorie:4. Jahrhundert v. Chr.

See also: Kategorien, Aristoteles, Griechische Sprache, Kategorie (Philosophie), Kategorientheorie, Latein, Mathematik, Organon (Aristoteles), Platon