Katja Lange-Müller

Katja Lange-Müller (*13. Februar 1951 in Berlin-Lichtenberg) ist eine deutsche Schriftstellerin.

Katja Lange-Müller ist die Tochter von Ingeburg Lange, die Abgeordnete der DDR-Volkskammer war und später dem Zentralkomitee und dem Politbüro der SED angehörte. Katja Lange-Müller wurde mit 17 Jahren wegen "unsozialistischen Verhaltens" von der Schule verwiesen. Sie machte eine Lehre als Schriftsetzerin und arbeitete anschließend als Bildredakteurin bei der "Berliner Zeitung". Nach einer einjährigen Tätigkeit als Requisiteurin beim DDR-Fernsehen war sie mehrere Jahre Hilfsschwester auf geschlossenen psychiatrischen Stationen der Berliner Charité und des Krankenhauses in Berlin-Herzberge. Ab 1979 studierte sie am Literaturinstitut "Johannes R. Becher" in Leipzig.

1982 folgte ein einjähriger Studienaufenthalt in der Mongolei. Nach der Rückkehr in die DDR war sie 1983 Lektorin im "Altberliner Verlag". 1984 reiste sie nach West-Berlin aus. Sie lebt bis heute in Berlin.

Katja Lange-Müllers Werk besteht überwiegend aus Erzählungen, in denen sie häufig Erfahrungen aus ihrem bewegten Leben verarbeitet. Obwohl es sich dabei oft um Geschichten über gesellschaftliche Außenseiter und Versager handelt, wird immer wieder die komische und groteske Seite von deren Schicksal betont. Auch in der Auseinandersetzung mit der deutschen Teilung und den Zuständen in der DDR macht sich Lange-Müllers ausgeprägt satirische Ader bemerkbar.

Katja Lange-Müller, die seit 2000 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt und seit 2002 der Akademie der Künste in Berlin ist, erhielt u.a. folgende Auszeichnungen: 1986 den Ingeborg-Bachmann-Preis, 1989 Stadtschreiber von Bergen-Enkheim, 1995 den Alfred-Döblin-Preis, 1996 den Berliner Literaturpreis, 2001 den Preis der Bestenliste des Südwestrundfunks, 2002 Mainzer Stadtschreiber sowie den Roswitha-Preis der Stadt Bad Gandersheim, 2005 den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor.

Inhaltsverzeichnis

Werke

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Literatur

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See also: Katja Lange-Müller, 13. Februar, 1951, Akademie der Künste, Alfred-Döblin-Preis, Bad Gandersheim, Berlin, Berlin-Lichtenberg, Berliner Literaturpreis, Berliner Zeitung