Katöken
Als Katöken (gr. katoika = Kolonie, Ansiedlung) bezeichnete man in hellenistischen Reichen jene Militärsiedler, welche die entsprechende Königsmacht manifestierten und die Hellenisierung in Kleinasien vorantrieben. Von den übrigen Siedlern hoben sie sich in der Regel durch eine privilegiertere Steuerklasse ab.
Um 200 v. Chr. findet man Katöken selbst in Ägypten, wo man nun unter den Ptolemäern die hellenischen bzw. hellenisierten Gruppierungen so bezeichnet, um sie von den "einheimischen" Kleruchen zu unterscheiden.
Im Seleukidenreich und auch anderen hellenistischen Staatsformen nennt man die dörfliche Militärsiedlung dementsprechend Katökie.
Literatur
- J. Klass: Naubion Abgabe von Katöken- und Lehnsland in Tebtynis, in: Aegyptus 28 [1948], S. 100-110
- M. Rostovtzeff: Gesellschafts- und Wirtschaftsgeschichte der hellenistischen Welt, 1955
