Katzenaugennebel
thumb|200px|Katzenaugennebel, aufgenommen vom Hubble-Teleskop 2002, Bilddurchmesser 1,2 Lichtjahre Der Katzenaugennebel (NGC 6543) gehört zur Kategorie der planetarischen Nebel. Er befindet sich 3000 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild des Drachen. Sein Zentrum bildet ein sterbender Stern, der in einem Rhythmus von 1500 Jahren Teile seiner äußeren Hülle abstößt.
Der Nebel wurde am 15. Februar 1786 von Wilhelm Herschel entdeckt. Doch erst durch die Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops seit 1994 wurden genauere Details sichtbar, die auch zur Namensgebung führten. Es lassen sich bis zu elf konzentrische Ringe (bzw. Blasen) unterscheiden, die den innenliegenden Stern wie Zwiebelschalen umgeben und von diesem zum Leuchten angeregt werden.
Der Katzenaugennebel war der erste planetarische Nebel, den man "in Aktion" beobachten konnte und überaschte viele Astronomen, die die Abstoßung der Hülle für ein einmaliges Ereignis hielten. Verschiedene Theorien zur Erklärung dieses Phänomens wurden aufgestellt, darunter magnetische Zyklen, ähnlich denen der Sonne, ein Begleitstern der den sterbenden Stern beeinflusse, Pulsen (mit Größenveränderung) des Sterns oder gleichmäßige Abstoßung seiner Materie, die sich später durch Wellen zu Ringen forme.
- Scheinbare Helligkeit: +11,2m
- Absolute Helligkeit: ?
- Rektaszension (Äquinoktium 2000.0): 17h58m33.36s
- Deklination (Deklination 2000.0): +66°37'50.1"
Siehe auch: Nebulium
