Katzenmakis

Katzenmakis
250px|Katzenmakis aus Brehms Tierleben
Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Euarchontoglires
Ordnung: Primaten (Primates)
Unterordnung: Feuchtnasenaffen (Strepsirhini)
Familie: Katzenmakis (Cheirogaleidae)
Gattungen
  • Büschelohr-Katzenmakis (Allocebus)
  • Eigentliche Katzenmakis (Cheirogaleus)
  • Mausmakis (Microcebus)
  • Gabelstreifen-Katzenmakis (Phaner)

Die Katzenmakis (Cheirogaleidae) sind eine Familie der Primaten. Früher wurden sie als Unterfamilie der Lemuren betrachtet, heute sieht man sie als eigene Familie. Die Familie umfasst sieben Arten in vier Gattungen.

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung

Die Mitglieder dieser Familie leben nur auf der Insel Madagaskar.

Beschreibung

Katzenmakis sind kleiner als Lemuren, und zu ihnen gehören die kleinsten Primaten überhaupt. Sie haben ein weiches, langes Fell. Die Oberseite ist graubraun bis rötlich, die Unterseite hingegen heller, das Fell ist generell relativ wenig gemustert. Typisch sind die dünnen Ohren und die großen Augen, die sehr nahe beisammen stehen, sowie die langen Hinterbeine. Wie alle Feuchtnasenaffen haben sie die typische Putzkralle an der zweiten Zehe der Hinterbeine. Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von 13 bis 28 cm, der Schwanz ist sehr lang, manchmal sogar eineinhalb Mal so lang wie der Körper.

Lebensweise

Katzenmakis sind nachtaktive Baumbewohner. Sie sind ausgezeichnete Kletterer und können auch weit springen, wobei der lange Schwanz zur Balance dient. Wenn sie auf den Boden kommen, was selten geschieht, bewegen sie sich dank ihrer langen Hinterbeine hoppelnd fort. Den Tag verbringen sie in Baumhöhlen oder selbstgemachten Nestern. Katzenmakis sind meist Einzelgänger, manchmal leben sie auch in Paaren zusammen.

Manche Arten setzen Fettreserven an den Hinterbeinen und an der Schwanzwurzel an und fallen während der heißen Monate in eine Hitzestarre.

Nahrung

Katzenmakis sind Allesfresser, die sowohl Früchte, Blüten und Blätter (manchmal auch Nektar), als auch Insekten, Spinnen und kleine Wirbeltiere zu sich nehmen.

Fortpflanzung

Die Weibchen haben meist drei Paar Zitzen. Nach rund 60-tägiger Tragzeit bringen sie ein bis vier (meist zwei oder drei) Junge zur Welt. Nach fünf bis sechs Wochen werden diese entwöhnt und sind gegen Ende des ersten oder im Verlauf des zweiten Lebenjahres geschlechtsreif. In menschlicher Obhut wurden Katzenmakis bis zu 15 Jahre alt, in freier Wildbahn ist die Lebenserwartung wohl geringer.

Bedrohung

Zu den natürlichen Feinden der Katzenmakis gehören unter anderem Eulen und die madegassischen Schleichkatzen. Die Abholzung der Walder stellt heute die größte Bedrohung für diese Tiere dar. Vielfach haben sie nur mehr in Naturschutzgebieten überlebt.

Gattungen und Arten

See also: Katzenmakis, Euarchontoglires, Eulen, Familie (Biologie), Feuchtnasenaffen, Gattung (Biologie), Höhere Säugetiere, Klasse (Biologie), Lemuren, Madagaskar