Kerbholz
Ein Kerbholz ist eine frühe Zählliste, wobei für jeden einzelnen Vorgang mit dem Messer eine Kerbe in ein dafür geeignetes Holz (sogar Knochen wurden wohl schon in der Altsteinzeit - vor 30.000 Jahren verwendet) geschnitten und dann meist vom Gläubiger oder Handelspartner aufbewahrt. An einem bestimmten Termin (Zahltag) wurde das Kerbholz präsentiert und zur Zahlung aufgefordert.
Siehe auch Kerbstock.
- Verwendung
- Rechnungen
- Schulden aus einem Handel
- Fangmenge (z. B. Hering) der Fischer-Gemeinschaften (z. B. auf Hiddensee)
- getrunkene Biere im Gasthaus
- gewonnene oder verlorene Geldstücke beim Kartenspiel
- gekaufte Brote beim Bäcker
Bekannt ist dieser Ausdruck vor allem durch die auch heute noch gebräuchliche Redewendung "etwas auf dem Kerbholz haben". Dies bedeutet soviel wie "sich schuldig gemacht zu haben".
