Kernkraftwerk Gösgen

thumb|250px|Kernkraftwerk Gösgen Das Schweizer Kernkraftwerk Gösgen, kurz KKG (nicht zu verwechseln mit dem ebenso KKG genannten Kernkraftwerk Grafenrheinfeld in Deutschland), liegt am Fluss Aare zwischen den Städten Aarau und Olten, auf dem Gebiet der Gemeinde Däniken. Es nahm im November 1979 den kommerziellen Betrieb auf und ist das erste Kernkraftwerk der 1000-Megawattklasse in der Schweiz.

Herzstück des Kraftwerkes ist ein Druckwasserreaktor der damaligen deutschen Kraftwerk Union (heute Framatome ANP) mit 3.002 Megawatt thermischer Leistung. Im Reaktorkern finden sich 177 Brennelemente mit je 205 Brennstäben, die aus angereichertem Uranoxid mit spaltbarem Uran-235 oder MOX-Brennelementen (Uran-Plutonium-Mischoxid-Brennelemente) mit einem Anteil an spaltbarem Plutonium bestehen.

Die Kühlung erfolgt im Gegensatz zu anderen Schweizer Kernkraftwerken nicht direkt mit Flusswasser, sondern über einen 150 Meter hohen Naturzug-Nass-Kühlturm, so dass die Aare weniger stark durch die Abwärme des Kraftwerks belastet wird.

Die Jahresproduktion im Kernkraftwerk Gösgen beträgt etwa 8 Terawattstunden, was rund 15 Prozent des schweizerischen Stromverbrauchs entspricht. Die Kosten für die Erzeugung einer Kilowattstunde betrugen 1980 6,30 Rappen. Diese konnten dank verschiedenen Modernisierungsprojekten im Jahr 2001 auf 4,07 Rappen gesenkt werden.

In Gösgen sind ungefähr 400 Personen beschäftigt. Eigentümer des Kraftwerkes sind die Aare-Tessin AG für Elektrizität (Atel) mit 40 Prozent, die Nordostschweizerischen Kraftwerke (NOK) mit 25 Prozent, die Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) mit 12,5 Prozent, die Stadt Zürich mit 15 Prozent und die Stadt Bern mit 7,5 Prozent. Für die Geschäftsführung ist die Atel verantwortlich.

Weblinks

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Gösgen

See also: Kernkraftwerk Gösgen, 1979, 1980, 2001, Aarau, Aare, Bern, Brennelement, Brennstab, Druckwasserreaktor