Kerzenuhr
Die so genannte Kerzenuhr ist eine Uhr, die früher oft in Klöstern verwendet wurde.
thumb|Kerzenuhr
Dabei macht man sich den Umstand zu nutzte, dass eine Kerze immer gleich schnell abbrennt, wenn sie den gleichen Durchmesser hat und aus dem gleichem Material besteht. Als erstes brauchte man eine Vergleichszeit, wie z. B. die Zeit zwischen zwei Gebeten oder eine Stunde. Man zündete eine Kerze zum ersten Messpunkt (also nach dem ersten Gebet/zu Beginn der Stunde), zum zweiten Messpunkt (zu Beginn des nächsten Betens/am Ende der Stunde) löschte man die Kerze. Die Differenz wurde auf eine ähnliche Kerze (siehe oben) übertragen. Danach konnte man die Zeitspanne noch weiter unterteilen, wobei eine Unterteilung auf unter ca. 10 Minuten sinnlos war, da die Messmethode dafür zu ungenau war.
Die Kerzenuhr hatte gegenüber anderen damaligen Zeitmessern den Vorteil, dass sie auch nachts funktionierte und nicht so teuer (und groß) war, wie mechanische Uhren. Nachteilig waren die trotzdem noch relativ hohen Kosten, die Nichtwiederverwendbarkeit und dass man einen sicheren Startpunkt brauchte, da die Uhr die Zeit nur relativ zeigte.
Kleine Metallkugeln wurden manchmal bei der Herstellung von Kerzen in das Wachs mit eingeschmolzen. Das hatte die Bewandnis, dass man die Kerze nicht ständig im Auge behalten musste, da die Kugeln beim Herunterbrennen auf den Boden fielen und ein lautes Geräusch machten.
Siehe auch: Feueruhr,Messgerät
