Kesselschlacht bei Bialystok und Minsk
Am 22. Juni 1941 war die Operation Barbarossa angelaufen und die Wehrmacht näherte sich unaufhaltsam der weißrussischen Hauptstadt Minsk. Hier befanden sich starke sowjetische Kräfte, die durch das Prinzip der Kesselschlacht ausgeräumt werden sollten.
Der Kessel
Nördlich von Bialystok stieß die Panzergruppe 3 unter Generaloberst Hermann Hoth, südlich die Panzergruppe 2 unter Generaloberst Heinz Guderian vor. Unterstützt wurden sie dabei von 2.657 Kampf- und Jagdflugzeugen. Am 26. Juni waren dadurch die 3. und 10. sowjetische Armee, insgesamt 43 sowjetische Divisionen, zusammen 325.000 Mann mit 3300 Panzern, eingeschlossen. In Gewaltmärschen folgte die Infanterie nach, um den Kessel zu verstärken. Durch die kaum befestigten Straßen hatten die deutschen Panzertruppen hohe Verluste an Material, auch die Infanterie musste durch verzweifelte sowjetische Ausbruchversuche beträchtliche Verluste hinnehmen. Gemäß Stalins Parole "Halten oder sterben" banden die Sowjets die deutschen Kräfte, mussten dafür aber ganze Armeen opfern, um wieder neue Verteidigungslinien aufbauen zu können. Am 9. Juli schließlich kapitulierten die übrig gebliebenen Rotarmisten.
Die Rote Armee verlor 22 Schützendivisionen, 7 Panzerdivisionen, 6 motorisierte Brigaden, 3 Kavalleriedivisionen, 1.809 Geschütze und 3.332 Panzer. Insgesamt gingen 323.898 Rotarmisten in deutsche Gefangenschaft.
Folgen
Die Heeresgruppe Mitte konnte ihren Vorstoß gen Moskau fortsetzen, der in der Kesselschlacht bei Smolensk mündete. Die Weltöffentlichkeit war geschockt von dem enormen Erfolg der hitlerschen Taktik. Angesichts der hohen Verluste an Mensch und Material schien ein Zusammenbruch der Sowjets nahe. Durch den Erfolg des Blitzkriegs bestärkt hoffte die NS-Führung den Krieg gegen die Sowjetunion bis Ende des Jahres abgeschlossen zu haben, was sich spätestens bis zum Herbst als illusorisch erwies.
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