Keuper

Keuper (200-180 Mill Jahre v.Chr.) ist die oberste Stufe der Trias. Er gliedert sich weiter in den

Der Obere Keuper wird auch als Rät bezeichnet. Er enthält zahlreiche fossile Versteinerungen - im Gegensatz zu den beiden anderen Keuperschichtfolgen, die arm an Fossilien sind. Der Obere Keuper leitet zum rein marinen Jura über. thumb|Der Aufschluss zeigt die Übergangszone zwischen Gipskeuper und Schilfsandstein 250 px|thumb|Der Keuperweg bei Heilbronn - ein geologischer Lehrpfad mit insgesamt 13 Stationen Der Mittlere Keuper (auch Gipskeuper genannt), besteht aus Sandsteinhorizonten, Gipsablagerungen, sowie aus tonigem Schluff und lockeren Mergelknollen (sog. bunte Mergel). Der Gipskeuper ist die unterste Formation des Mittelkeupers. Er ist zwischen 50 und 165 Metern mächtig. Darüber liegen stellenweise mächtige Formationen des Schilfsandsteins. Der Name Schilfsandstein rührt von den Abdrücken fossiler Schachtelhalme und Farne im Gestein, die früher irrtümlich als Schilfhalme angesprochen wurden. Es handelt sich hier um ein relativ weiches, hellgelb gefärbtes Gestein, dessen Sande früher als Scheuermittel für die Bodenreinigung benutzt wurden und daher auch als "Stubensandstein" bezeichnet wird. Der leicht zu bearbeitende Schilfsandstein wurde in den vergangenen Jahrhunderten vielfach zum Bau von Häusern, Brücken, Kirchen und für Monumentalbauten (z.B. Burgen, Schlösser) verwendet. Noch heute wird Schilfsandstein stellenweise abgebaut und als Baustoff für die Renovierung historischer Bauten angeboten (z.B. Kölner Dom). Eine weitere historisch gewachsene Nutzung ist die Düngung von Weinbergen mittels der bröseligen, bunt gefärbten Mergelknollen.

Der Untere Keuper auch Lettenkeuper genannt, wird durch gering mächtige, nicht abbauwürdige Kohleflöze gekennzeichnet. Er besteht hauptsächlich aus Tonen, dolomitischen Bänken und aus Sandsteinen.

Der Keuper folgt auf den Muschelkalk und geht dem Jura voran.


Kategorie:Geologie

See also: Keuper, Jura (Geologie), Kölner Dom, Mergel, Muschelkalk, Stubensandstein, Stufe, Trias (Geologie)