Kieferhöhle
Die Kieferhöhle (Sinus maxillaris) ist eine Nasennebenhöhle, die sich in den Oberkieferknochen (Maxilla) einstülpt. Bei Fleischfressern spricht man von einer Kieferbucht (Recessus maxillaris), weil die Verbindung zur Nasenhöhle sehr weit ist und sie sich nicht zwischen die Knochenplatten des Oberkiefers, sondern zwischen verschiedene benachbarte Schädelknochen dieser Region erstreckt. Beim Pferd ist die sehr große Kieferhöhle durch ein Septum sinuum maxillarium in eine vordere und eine hintere Abteilung getrennt.
Die Kieferhöhle steht mit dem mittleren Nasengang über die Apertura nasomaxillaris in Verbindung. Über diese Öffnung können Infektionserreger von der Nasenhöhle auf die Kieferhöhle übergreifen. Am Boden der Kieferhöhle sind die Zahnfächer der Oberkieferbackenzähne nur durch eine dünne Knochenlamelle von der Kieferhöhle getrennt. Bei Vereiterung der Zahnwurzeln kann es daher zu einem Durchbruch in die Kieferhöhle kommen.
Durch die Kieferhöhle zieht in einem knöchern abgegrenzten Kanal der Nervus infraorbitalis.
Erkrankungen
Bei Ansammlungen von Eiter oder anderen krankhaften Veränderungen kann eine operative Eröffnung der Kieferhöhle von außen notwendig sein (Trepanation).
