Killwangen
| Wappen | |
|---|---|
| 98px|Wappen von Killwangen
| |
| Basisdaten | |
| Kanton: | Aargau |
| Bezirk: | Baden |
| BFS-Nr.: | 4030 |
| PLZ: | 8956 |
| Koordinaten: | 47° 26' n. Br. 8° 21' ö. L. |
| Höhe: | 393 m ü. M. |
| Fläche: | 2.43 km² |
| Einwohner: | 1585 (31. Dezember 2004) |
| Website: | www.killwangen.ch |
| Karte | |
| 299px|Karte von Killwangen
| |
Killwangen ist eine Gemeinde im Bezirk Baden im Schweizer Kanton Aargau. Sie liegt im Limmattal zwischen Baden und Zürich.
| Inhaltsverzeichnis |
Geographie
Das Dorf liegt zwischen dem linken Ufer der Limmat und dem mit zahlreichen Tobeln durchzogenen, bewaldeten Nordosthang des Heitersbergs. Während der alte Dorfkern sich am Fusse des Heitersbergs befindet, liegen die neuen Quartiere in der flachen Ebene zwischen dem Dorfkern und dem Bahnhof. Auf einer Höhe von rund 660 Metern befindet sich in einer Waldlichtung der kleine Weiler Sennenberg.
Die tiefste Stelle liegt auf 385 Metern am Ufer der Limmat, die höchste Stelle auf 702 Metern oberhalb von Sennenberg. Die Gemeindefläche beträgt 243 Hektaren, davon sind 123 Hektaren bewaldet und 47 Hektaren überbaut.
Nachbargemeinden sind Würenlos im Norden, Spreitenbach im Osten, Oberrohrdorf im Südwesten und Neuenhof im Nordwesten.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung als „Culliwanch“ erfolgte 1227 in einem Zinsverzeichnis der Probstei Zürich. Der Name ist alemannischen Ursprungs und bedeutet „bei den Abhängen des Chullo“. 1234 wurden die herrschaftlichen Rechte an das Kloster Wettingen verkauft. 1259 kaufte das Kloster weiteren Grundbesitz von den Habsburgern. 1415 wurden die Habsburger von den Eidgenossen als Landesherren abgelöst und Killwangen gehörte fortan zur Grafschaft Baden. Auf dem Sennenberg liess der Abt Nikolaus Göldin um 1680 ein Erholungsheim für die Mönche des Klosters errichten.
Nach der Ausrufung der Helvetischen Republik im Jahr 1798 durch Frankreich wurde Killwangen dem kurzlebigen Kanton Baden zugeteilt. Seit 1803 gehört die Gemeinde zum Kanton Aargau. Als das Kloster Wettingen 1841 aufgehoben wurde, ging das Erholungsheim auf dem Sennenberg in Privatbesitz über und ist heute Eigentum des Verbandes Aargauischer Fleckviehzuchtgenossenschaften.
Die am 7. August 1847 eröffnete erste Eisenbahnlinie der Schweiz zwischen Baden und Zürich führte über das Gemeindegebiet von Killwangen, am 1. Februar 1848 erhielt das Dorf einen eigenen Bahnhof. 1900 betrug die Einwohnerzahl nur gerade 306; seither stieg sie um mehr als das Fünffache an.
Bevölkerung
| Bevölkerungsentwicklung | |
|---|---|
| Jahr | Einwohner |
| 1778 | 90 |
| 1850 | 182 |
| 1900 | 306 |
| 1930 | 439 |
| 1950 | 597 |
| 1960 | 802 |
| 1970 | 842 |
| 1980 | 1041 |
| 1990 | 1328 |
| 2000 | 1377 |
Am 31. Dezember 2004 lebten 1585 Menschen in Killwangen, der Ausländeranteil betrug 21,6 %. Bei der Volkszählung 2000 waren 49,4 % römisch-katholisch und 30,1 % reformiert; 8,5 % gehörten anderen Glaubensrichtungen an. 88,2 % bezeichneten Deutsch als ihre Hauptsprache, 2,7 % Italienisch, 1,9 % Serbokroatisch.
Behörden
Die Versammlung der Stimmberechtigten, die Gemeindeversammlung, übt die Legislativgewalt aus. Ausführende Behörde ist der Gemeinderat. Seine Amtsdauer beträgt vier Jahre und er wird im Majorzverfahren (Mehrheitswahlverfahren) vom Volk gewählt. Er führt und repräsentiert die Gemeinde. Dazu vollzieht er die Beschlüsse der Gemeindeversammlung und die Aufgaben, die ihm von Kanton und Bund zugeteilt wurden.
Die 5 Gemeinderäte sind:
- Willy Holliger, Gemeindeammann
- Alois Greber, Vize-Gemeindeammann
- Leo Dittli
- Cornelia Biasca
- Hans Ulrich Denzler
Für Rechtsstreitigkeiten ist das Bezirksgericht Baden zuständig. Killwangen gehört zum Friedensrichterkreis Wettingen.
Wirtschaft
Die meisten der in Killwangen wohnenden Erwerbstätigen sind Wegpendler. Sie arbeiten entweder in der Agglomeration Baden, in Spreitenbach und weiteren Limmattalgemeinden oder in der Stadt Zürich.
Verkehr
Killwangen liegt an der stark befahrenen Hauptstrasse zwischen Baden und Zürich, etwa drei Kilometer südwestlich vom Autobahnanschluss Wettingen der A1.
Der Bahnhof Killwangen-Spreitenbach wird durch die Linien S3 und S12 der Zürcher S-Bahn bedient. Killwangen wird auch von drei Buslinien der RVBW erschlossen; während der Stosszeit verkehrt alle fünf bis zehn Minuten ein Bus.
Bildung
Killwangen besitzt einen Kindergarten und eine Primarschule. Sämtliche Oberstufenschüler werden in den benachbarten Gemeinden Neuenhof und Spreitenbach unterrichtet. Die nächstgelegenen Kantonsschulen (Gymnasien) befinden sich in Wettingen und Baden.
Weblinks
- Offizielle Website der Gemeinde Killwangen
- Die Geschichte von Killwangen auf der Website der CVP Killwangen
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