Kilt

thumb|Kilt Der Kilt (auf deutsch auch "Schottenrock") ist ein aus Wolle gewebter, hinten aufwändig gefalteter, Wickelrock, der in Schottland hauptsächlich von Männern getragen wird. Die Länge eines Kilts wird so gewählt, dass er dem Träger bis an die Knie reicht und beim Knien nicht den Boden berührt. Traditionell ist der Kilt Männern vorbehalten, Frauen tragen dagegen die so genannten kilted Skirts, das sind kiltähnliche Röcke, die auch länger oder kürzer sein können als echte Kilts. Typisch für Kilts ist das Karomuster, der Tartan, durch das man die Familienzugehörigkeit eines jeden Schotten, nicht nur der Adeligen wie an einem Wappen, erkennen kann. Es gibt weiterhin so genannte "freie Tartans", die entweder familienmäßig gebunden sind, aber vom Clanchief auch für andere Träger freigegeben wurde und daher von jedem getragen werden dürfen sowie Tartans, die an Clubs oder Berufsstände gebunden sind. Auch gibt es einfarbige oder sonstwie gemusterte Kilts. 1707 trat Schottland dem Commonwealth bei. Nach der Schlacht von Culloden waren Kilt und Tartan als Element schottischer, nicht-englischer Identität am 1.8.1747 verboten, aber 1782 wegen drohender Unruhen wieder erlaubt worden.

In Schottland sind Kilts heute weniger als Alltagskleidung denn als Festtagskleidung üblich. Man unterscheidet deshalb zwischen einem "Casual Kilt" aus leichterem Stoff für den Alltag und einem "Dress Kilt" aus schwererem, hochwertigem Stoff für formelle Gelegenheiten.

Andere traditionelle Männerröcke sind z.B. in Griechenland die Fustanella, in Deutschland war noch im 16. Jahrhundert die Deutsche Schulpe üblich und in Südostasien und dem südpazifischen Raum tragen Männer Sarongs und ähnliche Röcke. In Irland wird auch der Kilt zu festlichen Angelegenheiten und beim Irish Tap Dance getragen, im Gegensatz zu Schottland fehlt hier der Tartan.

See also: Kilt, 16. Jahrhundert, Adel, Commonwealth, Culloden, Deutsche Schulpe, Deutschland, Fustanella, Griechenland, Karo