Kinästhetik

Die Kinästhetik (durch die Sinne wahrgenommene Bewegung) ist ein Bewegungskonzept, das in den USA entwickelt wurde. Kinästhetik ist die Lehre von Bewegung und Wahrnehmung von Bewegung.

Das Konzept wird häufig in der Krankenpflege oder Altenpflege eingesetzt, um Menschen zu unterstützen, sich selbst zu bewegen. Pionierarbeit auf diesem Gebiet leisteten die amerikanischen Wissenschaftler Dr. Frank Hatch und Dr. Lenny Maietta. Die Kinästhetik-Ausbildung erfolgt über Lehrgänge. Nach Grund- und Aufbaukursen kann man sich zum Mentor oder Kinästhetik-Lehrer/Trainer weiterqualifizieren. Kinästhetik fördert rückenschonendes Arbeiten mit wenig Kraftaufwand. Die Ressourcen und die noch vorhandene Eigenbeweglichkeit von Patienten werden optimal genutzt. Neben der verbalen Kommunikation erfolgt die Verständigung mit dem Patienten in hohem Maße über Berührungen und über die Bewegung selbst. Verzweigte, komplexe Bewegungen werden in kleine Bewegungsschritte aufgeteilt. Bei der Anwendung von Haltegriffen ist es notwendig, den Spielraum der Gelenke des Patienten nicht einzuschränken. Positionsveränderungen erfolgen zum Beispiel durch gezielte und mehrfache Gewichtsverlagerung der Körpermassen. Der menschliche Körper ist in Massen (Beine, Arme, Becken, Brust, Kopf) und dazwischen liegende bewegliche Räume unterteilt. In der Kinästhetik wird daher der Leitsatz "Massen fassen, Zwischenräume spielen lassen" gelehrt.


siehe auch: Kinästhetisch

Literatur

See also: Kinästhetik, Altenpflege, Kinästhetisch, Krankenpflege, Mentor