Kinetik

Kinetik ist

  1. in der Physik die Mechanik von Körpern, die unter Beschleunigung stehen, siehe Dynamik (Physik)
  2. in der Chemie die Lehre von der Geschwindigkeit chemischer Reaktionen, siehe Kinetik (Chemie)
  3. in der Kunst die Beschäftigung mit sich bewegenden Plastiken
  4. in der Wahrnehmungspsychologie die körpersprachliche Ausdrucksform, die sich aus Mimik, Gestik und Körperhaltung zusammensetzt. Kinetik bestimmt also, wie wir uns ein Bild von jemandem machen. Abhängig ist dies natürlich von individueller Informationsaufnahme und der spezifischen Verarbeitung von Informationen, sowie von Rhetorik, Dialektik und nonverbalen Ausdrucksmitteln, wie etwa Statussymbolen (Kleidung, Schmuck etc), Olfaktorik, Territorial- und Sozialverhalten. Diese Punkte schaffen ein Beurteilungskonglomerat. Jeder Mensch empfängt (und sendet) ständig verbale und nonverbale Signale, die er (oftmals unbewusst) typisiert, schematisiert und kategorisiert. Es besteht dabei immer die Gefahr der endgültigen Einschätzung – die Geburt von Klisches und Vorurteilen! Gründe einer solchen Typisierung liegen darin, dass jeder Mensch nach Orientierung strebt und versucht sein Gegenüber einzuordnen; In einer unbekannten Umgebung schafft Typisierung Vertrauen, ganz gleich, ob wissenschaftlich analysiert, grobfahrlässig schematisiert, oder unwissenschaftlich rationalisiert.
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See also: Kinetik, Dynamik (Physik), Kinetik (Chemie), Konglomerat, Kunst, Olfaktorik, Plastik (Kunst), Wahrnehmungspsychologie