King Island (Tasmanien)
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King Island ist eine tasmanische Insel. Sie liegt am westlichen Ende der Bass-Straße (Bass Strait) zwischen Tasmanien und Australien. Zusammen mit Flinders Island auf der Ostseite bilden diese Inseln sichtbare Überbleibsel der ehemaligen Landbrücke zum australischen Festland.
Flora und Fauna
Schon früh nach seiner Besiedelung wurde die Insel bekannt für seine Seehunde und See-Elefanten, die einst durch jahrelange Jagd fast ausgerottet wurden. Außerdem sind die Fanggründe reich an großen Hummern, Langusten und Abalonen.
Enlang der Küste, die noch zu über 100 km unberührt ist, brüten zahlreiche Kolonien von Sturmtauchern. Ebenso sind Albatrosse, Seeadler, Seemöwen und Pinguine zu beobachten.
Die Landfauna ist reich an einheimischen und eingeführten Tierarten. So gibt es Bennet-Wallabys, Pfaue, Fasane, Schnabeltiere, Ameisenigel und Truthähne. Schutz finden die Tiere in dem ausgedehnten Buschland, das die Insel etwa zur Hälfte bedeckt.
In der Nähe von Surprise Bay (im Süden) liegt ein verkalkter Wald, um dessen Entstehung heute noch gerätselt wird.
Geschichte
King Island wurde 1798 vom australischen Seefahrer Governor King entdeckt. Die raue See um die Insel forderte in der Geschichte häufig seinen Tribut. Bis heute wurden 57 Wracks entlang der Küste gefunden.
Die größte Schiffskatastrophe ereignete sich am 4. August 1846. Bei der Strandung des britischen Auswandererschiffs Cataraqui starben 414 Passagiere und Besatzungsmitglieder, nur neun Überlebende konnten sich retten.
Aufgrund der gefährlichen See gibt es auf der Insel insgesamt vier Leuchttürme.
Wirtschaft und Kultur
Bekannt ist die Insel unter Gourmets für seine Milcherzeugnisse, besonders der handgefertigten Käsesorten.
Bis 1990 stellte die industrielle Produktion von Wolfram einen wichtigen Produktionszweig dar, bis die Scheelit-Mine und die Fabrik im Dezember des Jahres geschlossen wurde.
Koordinate: 39° 51′ s. Br., 143° 59′ ö. L.
