Kipchoge Keino
Kipchoge „Kip“ Keino (* 17. Januar 1940 in Kipsamo/Kenia) ist ein kenianischer Leichtathlet. Keino kommt aus der Ethnie der Nandi.
Keino ist der berühmteste kenianische Mittel- und Langstreckenläufer und hat neben zahlreichen anderen Erfolgen zwei olympische Goldmedaillen gewonnen. Zudem gilt er als "Erfinder" des Höhenlauftrainings - seine Heimat liegt 1800 m über Meereshöhe, in dieser Umgebung trainierte er und half mit seinen Erfahrungen das Höhentraining als Technik zur Verbesserung von Laufzeiten in jeder Höhe zu entwickeln.
International aufmerksam wurde man auf Keino als er 1962 kenianischen Rekord über die Meile lief. 1964 in Tokio lief Keino für sein Land, das erstmals an Olympischen Spielen als unabhängige Nation teilnahm, und wurde Fünfter im 5000 Meter Lauf. Im gleichen Jahr lief er zwei Weltrekorde: Über 3000 Meter in der Zeit von 7 Minuten 39.6 Sekunden und über 5000 Meter in der Zeit von 13 Minuten 24.2 Sekunden.
Ebenfalls 1964 und dann 1965, bei den ersten und den zweiten Afrikanischen Spielen, gewann er jeweils den 1500 und den 5000 Meter Lauf, 1966 gewann er bei den Commonwealth Spielen die Läufe über eine und über drei Meilen.
Seine größten Erfolge errang er in den folgenden Jahren und erlangte damit höchste internationale Anerkennung: Bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt gewann er den 1500 Meter Lauf in der olympischen Rekordzeit von 3 Minuten 34.9 Sekunden obwohl er den letzten Kilometer zum Stadion vor dem Rennen schon laufen mußte, da sein Taxi im Verkehrsstau steckengeblieben war. Der Rekord hatte bis 1984 Bestand. An einer schweren Infektion erkrankt erlief er sich trotzdem auch noch die Silbermedaille über 5000 Meter.
Bei den Olympischen Spielen 1972 in München gewann Keino seine zweite Goldmedaille, diesmal im 3000 Meter Hindernislauf sowie seine zweite Silbermedaille, diesmal über 1500 Meter.
Kip Keino beendete seine internationale Läuferkarriere 1973. Seither widmet er sich, gemeinsam mit seiner Frau Phyllis einer von ihm gegründeten Wohltätigkeitsorganisation, die sich um kenianische Waisenkinder kümmert. Er ist dem Laufsport in seiner Heimat Kenia weiterhin verbunden und er ist der Präsident des nationalen olympischen Komitees.
1896: Edwin Flack | 1900: Charles Bennett | 1904: James Lightbody | 1908: Melvin Sheppard | 1912: Arnold Jackson | 1920: Albert Hill | 1924: Paavo Nurmi | 1928: Harry Larva | 1932: Luigi Beccali | 1936: John Lovelock | 1948: Henry Eriksson | 1952: Josy Barthel | 1956: Ronald Delany | 1960: Herbert Elliott | 1964: Peter Snell | 1968: Kipchoge Keino | 1972: Pekka Vasala | 1976: John Walker | 1980: Sebastian Coe | 1984: Sebastian Coe | 1988: Peter Rono | 1992: Fermin Cacho | 1996: Noureddine Morceli | 2000: Noah Ngeny | 2004: Hicham El Guerrouj
1900 (2500 m): George Orton | 1900 (4000 m): John Rimmer | 1904: John Lightbody | 1908 (3200 m): Arthur Russell | 1920: Percy Hodge | 1924: Ville Ritola | 1928: Toivo Loukola | 1932: Volmari Iso-Hollo | 1936: Volmari Iso-Hollo | 1948: Tore Sjöstrand | 1952: Horace Ashenfelter | 1956: Chris Brasher | 1960: Zdzisław Krzyszkowiak | 1964: Gaston Roelants | 1968: Arnos Biwott | 1972: Kipchoge Keino | 1976: Anders Gärderud | 1980: Bronisław Malinowski | 1984: Julius Korir | 1988: Julius Kariuki | 1992: Matthew Birir | 1996: Joseph Keter | 2000: Reuben Kosgei | 2004: Ezekiel Kemboi
Keino, Kipchoge Kato, Sawao Keino, Kipchoge Keino, Kipchoge Keino, Kipchoge
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Keino, Kipchoge |
| ALTERNATIVNAMEN | "Kip" |
| KURZBESCHREIBUNG | kenianischer Leichtathlet |
| GEBURTSDATUM | 17. Januar 1940 |
| GEBURTSORT | Kipsamo, Kenia |
| STERBEDATUM | |
| STERBEORT | |
