Jeane Kirkpatrick

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Jeane Jordan Kirkpatrick (* 19. November 1926 in Duncan, Oklahoma, USA) ist eine US-amerikanische Politikwissenschaftlerin. Zwischen 1981 und 1985 ware sie unter Ronald Reagan Kabinettsmitglied. Reagan war es auch, der sie als Botschafterin bei der UNO vorschlug. Dieses Amt bekleidete sie vier Jahre von 1981 bis 1985.

Kirkpatrick gilt als strikt antikommunistische Konservative. Die nach ihr benannte Kirkpatrick-Doktrin befürwortete eine entschiedene Eindämmungspolitik gegen sozialistische und kommunistische Regierungen weltweit, selbst wenn dafür - wie vielfältig in der so genannten Dritten Welt und in Mittel- bzw. Südamerika geschehen - rechtsgerichtete Diktaturen oder Obristen-Regime in Kauf genommen und von den USA unterstützt werden müssen. Zusammen mit William Bennett und Jack Kemp, gemeinsame Direktoren der Initiative Empower America, appellierte sie an den US-Kongress nach den Anschlägen vom 11. September 2001, eine formelle Kriegserklärung gegen das "gesamte fundamentalistische islamische Terroristen-Netzwerk" abzugeben.

Karriere und Einfluss

Politisch aktiv wurde sie in den frühen 70-er Jahren, und zwar ursprünglich für die Demokraten. Unter anderem war sie Wahlkämpferin für Hubert Humphrey - den Präsidentschaftskandidaten der Demokratischen Partei - tätig, stellte sich dann, belegt auch in Zeitschriften- und Zeitungsartikeln, jedoch zunehmend kritisch zu den Positionen der Demokraten und lehnte insbesondere die Außenpolitik Jimmy Carters ab.

Beobachter vermuten, Kirkpatricks politische Wende habe auch mit einer Hinwendung zum Religiösen zu tun. So erklärte sie ihre Desillusioniertheit hinsichtlich internationaler Organisationen, besonders der UN, mit der Einlassung, die beinahe einem politischen Credo gleichkommt: "Als ich das Verhalten der Nationen der UN - die unsere eingeschlossen - beobachtete, fand ich keinen vernünftigen Grund zu erwarten, dass irgendeine dieser Regierungen [jemals] ihre eigenen nationalen Interessen zugunsten eines anderen Landes dauerhaft überwindet... - Ich schließe daraus, dass es ein grundsätzlicher Fehler ist zu denken, dass das Heil, Gerechtigkeit oder Tugend nur aus menschlichen Einrichtungen entstünden... - Demokratie braucht nicht nur Gleichheit, sondern auch die unerschütterliche Überzeugung vom Wert einer jeden Person, die dann gleich ist. Interkulturelle Erfahrungen lehren uns nicht einfach, dass die Leute einen unterschiedlichen Glauben haben, sondern dass sie Sinn suchen und sich in gewissem Sinn als Mitglieder eines von Gott beherrschten Kosmos' verstehen." (Übersetzt nach dem Zitat im gleichnamigen Artikel auf der englischsprachigen Wikipedia.)

Oder in einer Aussage, die ihren weltanschaulichen und politischen Skeptizismus zusammenfassend zum Ausdruck bringt: History is a better guide than good intentions. ("Geschichte ist ein besserer Leitfaden als gute Absichten.")

Bevor sie von Ronald Reagan zur US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen berufen wurde, war sie dessen außenpolitische Beraterin während des Präsidentschaftswahlkampfes 1980.

Nach einigen Querelen wegen teilweise schwerwiegender Beschuldigungen (Bestechlichkeit, Beteiligung an der Fälschung von Bändern, die dann eine sowjetische Beteiligung am Abschuss eines US-Passagierflugzeugs vor Korea 1983 belegen sollten) ging die erst 1985 der Republikanischen Partei beigetretene Kirkpatrick nach Georgetown (Washington, D.C.) zurück, um dort an jener Universität zu lehren, an der sie seit 1967 war und seit 1973 eine Professur innehält. Nach ihrem Ausscheiden aus der Reagan-Regierung erhielt sie die Presidential Medal of Freedom. Zu dieser Zeit wurde sie auch fellow am American Enterprise Institute, einer gerade auch gegenwärtig - zur Regierungszeit von George W. Bush - wieder sehr einflussreichen neokonservativen Denkfabrik (Think-tank). Dort zählt man sie nach wie vor sie zu den prominentesten "Hardlinern".

Zwischen 1985 und 1998 schrieb sie unter anderem für die Los Angeles Times eine wöchentliche Kolumne.

Literatur

Kirkpatrick, Jeane J.: The United States and the World. Setting Limits. Washington D.C.: The AEI Press, 1987. - ISBN 0-844-71379-1

Weblinks

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Personendaten
Kirkpatrick, Jeane Jordan
US-amerikanische Politikwissenschaftlerin und Ex-Botschafterin bei der UNO
19. November 1926
Duncan, Oklahoma, USA

See also: Jeane Kirkpatrick, 11. September 2001, 19. November, 1926, 1967, 1973, 1981, 1985, 1998