Kleiderordnung

Im privaten, gesellschaftlichen, kulturellen und geschäftlichen Umfeld existieren Regeln zur gewünschten Bekleidung. Mitunter wird auf Einladungen die gewünschte Kleiderordnung (engl. dresscode) angegeben, oftmals wird die Einhaltung der passenden Kleiderordnung jedoch stillschweigend vorausgesetzt.

Beispiele sind:

Die Nichteinhaltung der ausdrücklich oder stillschweigend geforderten Kleiderordnung kann z. B. dazu führen, dass Besucher (auf Veranstaltungen, Festen, Konzerten, bei Audienzen etc.) nicht eingelassen werden. Bei wichtigen persönlichen Ereignissen, wie z. B. beruflichen Vorstellungsgesprächen, kann unangemessene Kleidung die Erfolgsaussichten deutlich reduzieren.

Die Einhaltung der zur jeweiligen Situation passenden Kleiderordnung dokumentiert nicht nur die gesellschaftliche Kompetenz der eigenen Person, sondern widerspiegelt auch die Achtung vor dem Einladenden bzw. den übrigen Teilnehmenden und die persönliche Würdigung des Anlasses.

Die Standards der Kleiderordnung können sich je nach Land, Region, Religion, ethnischer Gruppierung, Firmen-, Zunft- oder Branchenzugehörigkeit usw. unterscheiden. In einigen Regionen ist z. B. das Tragen einer Tracht zu öffentlichen Ereignissen erwünscht, wird außerhalb dieser Regionen jedoch als unpassend empfunden oder ist sogar verpönt. Die Kleiderordnung ist modischen Einflüssen und Zeitgeist (z. B. Zylinder, Gehstock) unterworfen.

Kulturelle, subkulturelle, geistige und politische Gruppierungen entwickeln oft eigene Kleiderordnungen, die sich vom allgemeinen Standard unterscheiden und die Zugehörigkeit zur Gruppe nach außen oder nach innen (u. a. auch durch geheime Dresscodes) kenntlich machen sollen. Ein Beispiel hierfür sind Studentenverbindungen und ihre Kleiderordnung.

Daneben gibt es auch noch Kleiderordnungen, die technisch bedingt sind. Hierzu gehört zum Beispiel, dass Bereiche von lebensmittelverarbeitenden Betrieben oder anderen Produktionsstätten in denen hohe Sauberkeit verlangt wird, nur mit Kopfbedeckungen betreten werden darf, damit keine Haare herunterfallen. Andere technisch bedingte Kleidungsvorschriften sind das in manchen Fabriken vorgeschriebene Tragen von Schutzmänteln und/oder Helmen.

Technisch bedingte Kleiderordnungen findet man:

Es gibt auch Kleiderordnungen, die sowohl technisch als auch kulturell bedingt sind. So ist es gelegentlich nicht gestattet mit Turnschuhen in Diskotheken zu gehen, da sich im Profil der Turnschuhe oft kleine Steinchen festsetzen, welche die Tanzfläche zerstören können und weil Leute mit Turnschuhen nicht ins Erscheinungsbild passen.

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