Klettverschluss
Der Klettverschluss ist eine spezielle Art von Verschluss. Dieser bestehend aus z.B. zwei Nylonstreifen, einer davon hat Häkchen, der andere Schlaufen. Zusammengepresst ergeben sie den Schnellverschluss.
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Geschichte
Der belgische Ingenieur George de Mestral lebte in der Schweiz und unternahm mit seinen Hunden oft Spaziergänge in der Natur. Immer wieder kamen einige Früchte der Großen Klette (Arcutium lappa) mit den Fellen der Hunde in Kontakt und blieb in diesen hängen. 1948 legte er diese Früchte unter sein Mikroskop und entdeckte, dass die Früchte winzige elastische Häkchen tragen, welche auch bei gewaltsamen Entfernen aus Haaren oder Kleidern nicht abbrechen. Georges de Mestral untersuchte deren Beschaffenheit und sah darin eine Möglichkeit, zwei Materialien auf einfache Art reversibel zu verbinden. Er entwickelte schlussendlich den Klettverschluss und meldete seine Idee 1951 zum Patent an. Vermarktet wurde das Produkt erstmals unter dem Namen Velcro. Zusammengesetzt aus den Französischen Begriffen velours und crochet.
Arten
Aus dem von der Natur abgeschauten Urverschluss wurden in der Zwischenzeit verschiedene Verschlussarten entwickelt:
- Haken- und Flauschband
- Pilzband und Veloursband
- Pilzband und Flauschband
Anwendungsmöglichkeiten
Der Klettverschluss wird in vielen Bereichen angewendet und ist nicht mehr wegzudenken.
Herkömmliche Verwendungen: Babywindeln, zum Fixieren von Teppichböden, Planenbefestigung, an Rucksäcken und Taschen, im Messestandbau, an Schuhen und Bekleidungen, bei Werkzeugen, in Autos, an Raumanzügen von Astronauten, als Kabelbinder und vieles mehr.
Als Kabelbinder gibt es verschiedenste Versionen zunächst das Back to Back Band, bei dem Velour- und Pilzband mit den Rücken aufeinander geklebt sind und durch einfaches überlappendes Umwickeln aufeinander halten, dann die Rücklauf- und Umlaufverschlüsse bei denen am einen Ende das Hakenband mit dem Flauschband hintereinander mittels Hochfrequenz verschweißt wurde und in das Flauschband am anderen Ende eine Schlaufe (Öse) aus Kunststoff oder Metall eingeschweißt ist.
Anwendung: Das Ende des Umlaufverschlusses wird wie bei einem Hosengürtel durch die Öse (Schlaufe) geschoben und hält dann auf dem Flauschmaterial; mit dieser Technik kann man sehr einfach bündeln aber nur relativ wenig Druck auf das Bündel übertragen.
Das Ende des Rücklaufverschlusses wird durch die Öse (Schlaufe) gefädelt und um die Öse herum zurück geführt (läuft zurück); mit dieser Technik kann man sehr einfach mit sehr hoher Kraft bündeln.
Alle Varianten der Klettprodukte bei denen es Sinn macht sind auch selbstklebend ausgerüstet zu erhalten. Ein Klettband kann auch zur Fesselung verwendet werden.
Forschung
Es wird versucht, die Verschlüsse widerstandsfähiger zu machen, damit sich die Schlaufen und die Hakenverbindungen nicht mehr so schnell abnutzen. Auch an einem Klettverschluss aus Metall wird geforscht.
Siehe auch
Weblink
- Infos zum Klettverschuss
- Metall mit Klettverschuss (Wissenschaft)
- Nano-Klettverschluss (Wissenschaft)
- Film zu neuen Wegen bei Klettverschlüssen
- Velcro
- Klettkabelbinder und andere Klettprodukte umfassende Anwendungsberatung
- technisches Datenblatt zu Pilz- und Velourband (PDF-Format)
- technisches Datenblatt zu Haken- und Flauschband (PDF-Format)
- technisches Datenblatt zu Klettband bei dem Haken- und Flauschband auf einem Trägerband integriert sind (PDF-Format)
- technisches Datenblatt zu Back to Back Bündelband (PDF-Format)
- Zeichnung zu einem Rücklaufverschluß (GIF)
- Zeichnung zu einem Umlaufverschluß (GIF)
