Kleverländisch

Übliche Bezeichnung für eine niederfränkische Mundartgruppe in Nordrhein-Westfalen und einigen kleineren angrenzenden Gebieten der Niederlande. In der Germanistik auch als "nordrhein-maasfränkisch" oder "nordrhein-maasländisch" bezeichnet. Das Niederfränkische ist Grundlage der heutigen offiziellen niederländischen Schriftsprache.

Die Uerdinger Linie (ich/ik-Grenze) trennt das Kleverländische vom Limburgisch-Bergischen. Die ou/al-Isoglosse trennt das Kleverländische von den niederländischen Mundarten wie dem Brabantischen. Die Einheitsplurallinie schließlich trennt das Kleverländische vom Niedersächsischen.

Zum Kleverländischen zählen:

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Die in Deutschland gesprochenen kleverländischen Dialekte werden zusammen mit dem Limburgisch-bergischen zuweilen auch als "niederrheinische" oder "niederrheinisch-bergische" Sprache bezeichnet.

Das Kleverländische und das Limburgisch-Bergische insgesamt (d.h. in Deutschland, den Niederlanden und Belgien) werden häufig als "Rhein-maasfränkisch" oder "Rhein-maasländisch" bezeichnet.

Sprachbeispiele


Der Duisburger Johanniter Johann Wassenberch hat im 15. und 16 . Jahrhundert regelmäßig Aufzeichungen über lokale und weltweite Ereignisse geführt, die heute Aufschluss über die damalige Sprache am Niederrhein gibt:

's doenredachs dair nae woerden die twe gericht ende op raeder gesatt. Eyn gemeyn sproeke: 'Dair nae werck, dair nae loen.' Die ander vyf ontleipen ende entquamen dat doch nyet goit en was.
(oe = u, ai = aa, ae = aa)
„Am Donnerstag danach wurden die zwei gerichtet und auf Räder gesetzt. Ein bekannter Spruch: 'So wie das Werk, so der Lohn.' Die anderen fünf flohen und entkamen, was nicht gut war.“

Weblinks


Kategorie:Dialekt

See also: Kleverländisch, Johann Wassenberch, Klevisch-Weselisch, Limburgisch-Bergisch, Niederfränkisch, Niederländische Sprache, Niederrheinisch, Nordrhein-Westfalen, Wenker