Klingel
Als Klingel bezeichnet man ein akustisches Signalgerät, bestehend aus einem metallenen Resonanzkörper (Glocke) und einem Hammer zur Anregung der Schwingung. Im Gegensatz zu Glocken werden Klingeln nicht durch einzelne Schläge, sondern mehrfach zu einem Dauerton angeregt. Als Klingel werden auch elektronische Klingeln bezeichnet, wie Melodieklingeln.
Der abgeleitete Begriff klingeln wird auch für akustische Signale verwendet, die heute nicht mehr durch eigentliche Klingeln erzeugt werden, insbesondere Telefone (Klingeltöne), elektronische Wecker und elektronische Haustürklingeln.
Die Aufgabe einer Klingel ist es, durch den Klingelton die Aufmerksamkeit des Adressaten zu erregen.
Mechanische Klingeln
- Aufziehbare Wecker
- Fahrradklingeln
- Lenkerklingel
- Radlaufklingel
- Chinesische Sturmklingel
- Selten: Klingeln an Wohnungstüren
Elektromechanische Klingeln
Elektromechanische Klingeln arbeiten mit einem Wagnerschen Hammer.
- Haustürklingel
- Telefonklingel
Elektronische Klingeln
Mit dem Aufkommen der Elektronik gab es erweiterte Möglichkeiten zur Erzeugung von Klingeltönen. Die Entwicklung höher integrierter Schaltkreise ermöglichte die kostengünstige Herstellung von Melodieklingeln. Die Klingeltöne der Melodieklingel wurden durch Frequenzsynthese erzeugt. Die Melodieklingeln wurden zunächst hauptsächlich an Haustüren verwendet. Später kamen entsprechende Tongeneratoren auch in Telefonen zum Einsatz. Wichtig war, dass es nun möglich wurde, verschiedene Melodien zu verwenden. Mobiltelefone benutzten von Anfang an elektronische Klingeltöne. Auch bei Weckern wurden die erweiterten Möglichkeiten genutzt. Klingeltöne konnten programmiert werden. Moderne Schaltkreise ermöglichten, die bis dahin für Klingeltöne verwendeten Signale durch Aufzeichnungen von Melodien zu ersetzen. Die Klingeltöne von Handys stellten bald selbst einen Wirtschaftsfaktor dar.
