Kloster Bronnbach

Das Kloster Bronnbach ist ein um 1150 gegründetes ehemaliges Zisterzienser-Kloster im unteren Taubertal, das sich auf dem Gebiet der Stadt Wertheim am Main befindet. Seit 1986 ist das Kloster Eigentum des Main-Tauber-Kreises. Heute sind verschiedene Institutionen in den Klostergebäuden untergebracht, seit 2000 auch eine Ordensniederlassung der Kongregation der Missionare von der Heiligen Familie.

Das Kloster wurde um 1150 als Tochterkloster (Filialkloster) des Klosters Maulbronn gegründet und 1153 erstmals urkundlich erwähnt. Es bestand bis zur Säkularisation 1803. Die 1222 geweihte dreischiffige Basilika im spätromanischen und frühgotischen Stil gilt als eine der bedeutendsten Ordenskirchen Süddeutschlands.

Nach der Säkularisation war das Kloster von 1803 bis 1986 im Besitz des Fürstenhauses Löwenstein-Wertheim-Rosenberg, das dort u.a. eine Brauerei betrieb, es aber ansonsten im Wesentlichen unverändert ließ. 1986 erwarb der Main-Tauber-Kreis das Kloster und ließ es in mehreren Bauabschnitten sanieren. Seit 1992 ist im Spitalbau des Klosters der Archivverbund Main-Tauber mit dem Staatsarchiv Wertheim, dem Stadtarchiv Wertheim, dem Kreisarchiv des Main-Tauber-Kreises und weiteren Archiven kreisangehöriger Städte untergebracht. Seit 1995 gibt es eine Außenstelle des Instituts für Silicatforschung der Fraunhofer-Gesellschaft im ehemaligen Stallgebäude. Im Konventbau befindet sich seit 2000 eine Ordensniederlassung der Kongregation der Missionare von der Heiligen Familie. Ferner befindet sich in der ehemaligen Fruchtscheuer des Klosters das Museum für ländliches Kulturgut als Außenstelle des städtischen Grafschaftsmuseums. Der restaurierte Josephssaal und der Bernhardssaal werden als Konzert- und Veranstaltungsräume genutzt.

Weblinks

Bronnbach Bronnbach

See also: Kloster Bronnbach, 1153, 1222, 1803, 1986, 1992, 1995, 2000, Basilika, Filiation