Kloster Himmerod

thumb|Blick auf die Kirche durchs Eingangstor thumb|Barocke Abteikirche, rechts das Klostergebäude thumb|Hinweisschild auf Fischerei und Mühle Das Kloster Himmerod ist eine Zisterzienser-Abtei in der Eifel, zwischen Großlittgen und Eisenschmitt (Landkreis Bernkastel-Wittlich) im Tal der Salm gelegen. Heute leben dort 13 Mönche. Das Kloster besitzt ein Museum (in der alten Mühle) mit wechselnden Kunstausstellungen, eine Buch- und Kunsthandlung, eine Gaststätte, ein Gäste- und Exerzitienhaus sowie eine verpachtete Fischerei. Das Gästehaus ist eine anerkannte Zivildienststelle im Bistum Trier.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Himmerod wurde im Jahre 1134 gegründet. Die barocke Kirche wurde erstmals 1751 fertig gestellt, verfiel jedoch nach der Säkularisation durch die französischen Besatzer ab 1802 wieder. 1922 wurde das Kloster nach Besiedlung durch deutsche Zisterzienser-Mönche aus Bosnien wieder gegründet; die Kirche wurde 1962 unter Abt Vitus Recke (geb. in Bickenriede/Eichsfeld) wieder aufgebaut. Berühmt ist die von Johannes Klais gebaute Orgel. Der aktuelle Abt ist Bruno Fromme (Priesterweihe 1964, Abt seit 1991).

„Himmeroder Denkschrift“

Vom 5. bis 9. Oktober 1950 tagte hier eine deutsche militärische Expertenkommission aus ehemaligen hochrangigen Wehrmachtsoffizieren und erarbeitete eine Denkschrift über die Aufstellung eines deutschen Kontingents im Rahmen einer internationalen Streitmacht zur Verteidigung Westeuropas und zu den Konzepten der „Inneren Führung“ und des „Staatsbürgers in Uniform“. Dieses Dokument war maßgeblich für die spätere Gründung der Bundeswehr.

Ort

Himmerod gehört zur Gemeinde Großlittgen in der Verbandsgemeinde Manderscheid. Außerhalb des Klosters befinden sich noch der Gasthof Graf-Zils in Privatbesitz und einige Wohnhäuser.

Veröffentlichungen

Das Kloster besitzt einen eigenen Buchverlag (Himmerod Drucke), in dem verschiedene Autoren bisher über 50 Werke veröffentlicht haben, vor allem der Himmeroder Pater Stephan Reimund Senge. Vierteljährlich erscheint die Zeitschrift „Unsere Liebe Frau von Himmerod“ (Redaktion: Bruder Markus), etwa zehnmal jährlich der „Himmeroder Rundbrief“ (Redaktion: Pater Stephan).

Weblinks

Himmerod Himmerod

See also: Kloster Himmerod, 1134, 1751, 1802, 1922, 1950, 1962, 1964, 1991, Abtei