Kobudō

Kobudō (古武道, jap., in etwa "alte Kriegskunst" oder "kleine Kriegskunst") bezeichnet die Kampfkunst mit den auf Okinawa entwickelten Waffentechniken. Häufig wurden diese Waffen aus Handwerkszeugen oder alltäglichen Gegenständen entwickelt wie dem Sai (eine "modifizierte" Mistgabel, wobei diese Behauptung nicht ganz korrekt ist, denn stählerne Geräte für einen Verwendungszweck wie dem Misttransport zu verwenden, ist eher unwahrscheinlich. Der Sai darf wohl als Nachbildung der Heiligenzeichen, die indische Mönche zuerst verwendetet, angesehen werden. ), dem Nunchaku (kurzer Dreschflegel), dem Bo (ein 182 cm langer Stab), den Kama (landwirtschaftlich genutzten Sicheln) oder der Tonfa (ursprünglich Griff eines Mühlsteins - heute gewöhnlich von Polizeikräften als Schlagstock verwendet).

Mit Sai und Nunchaku wehrten sich beispielsweise die Bauern gegen vagabundierende Samurais (Ronin), ebenso gegen die Willkür der japanischen Eroberer, die speziell den Begriff Satsumas trugen und häufig Bauernhöfe plünderten.

In japanischen Schriften wird Kobudo oft im Sinne von Koryu benutzt; die hier angegebene Bedeutung ist dagegen im westlichen Sprachgebrauch vorherrschend.

Inhaltsverzeichnis

Kobudowaffen

Hauptwaffen

Seltenere Waffen

Weblinks

See also: Kobudō, Bo, Budō, Eiku, Hanbo, Japanische Sprache, Kama (Waffe), Kampfkunst, Koryu, Manjisai