Kohärenztheorie

Die Kohärenztheorie (lat. cohaerentia: die Verkettung, der Zusammenhang, das Zusammenhängen) bezeichnet

Ein Satz ist wahr, wenn er sich widerspruchsfrei in das Netz der bestehenden wahren Aussagen einordnen läßt. Formaler:

Das ergibt die Schwäche der Kohärenztheorie: ihr fehlt jeglicher Realitätsbezug. Es kann durchaus mehrere verschiedene, kohärente Systeme von Aussagen geben.

Ein Satz S2 kann in einem System wahr, im anderen falsch sein. Ein weiterer Einwand gegen die Kohärenztheorie ist, daß Kohärenz die Gesetze der Logik voraussetzt (widerspruchsfrei, ableitbar).

Die Wahrheit ist wiederum für die Logik bereits grundlegend, wird also schon vorausgesetzt. Das ist nicht das Ergebnis, das von einer Wahrheitstheorie gefordert wird.


Andere Wahrheitstheorien sind z.B. die Korrespondenztheorie, und die Konvergenztheorie.

See also: Kohärenztheorie, Konvergenztheorie, Korrespondenztheorie, Latein, Wahrheit, Wahrheitstheorie