Kohlenmeiler

[[Bild:Kohlenmeiler Hagen 2004.jpg|thumb|right|150px|Kohlenmeiler im WFM Hagen]] thumb|right|150px|Schnitt durch einen Kohlenmeiler Ein Kohlenmeiler bezeichnet einen mit Erde, Gras und Moos luftdicht bedeckten Holz-Haufen, welcher von einem Köhler in Brand gesetzt wird, um Holzkohle zu erzeugen.

Der Holzkohlemeiler wird ebenerdig, möglichst an einem Ort nahe eines Gewässers zum späteren Löschen in Form eines Kegels gebaut. Zu Beginn wird ein Schacht (Quandel) aus Stangen errichtet, die senkrecht in den Boden gelassen werden. Rundherum werden ca. 1m lange Holzstücke aufgeschichtet. Darauf kommt ein Dach aus trockenem Laub, Heu oder Stroh. Zum Abschluss wird der Meiler mit Erde, Gras und Moos luftdicht verschlossen. Über den Schacht wird der Meiler entzündet. Die Aufgabe des Köhlers ist es nun, über die folgenden Tage oder Wochen (je nach Größe des Meilers) den Meiler weder erlöschen noch ihn durch zuviel Luftzufuhr abbrennen zu lassen. Dazu bohrt und verschließt er Löcher an der Oberfläche. Durch die Beobachtung des Rauches, bzw. dessen Farbe muss der Köhler erkennen, ob zuviel oder zu wenig Luftzufuhr herrscht. Nach der vollständigen "Garung" des Inhaltes wird der Meiler mit Wasser abgelöscht. Gelingt dies nicht vollständig, so verbrennt die zuvor entstandene Holzkohle innerhalb kürzester Zeit unter große Wärmeentwicklung. Die dabei entstehende Hitze ist so groß, dass eine Annäherung an den Meiler unmöglich wird.

Aus 100 kg Holz können ca. 20 kg Holzkohle gewonnen werden.

In Anlehnung daran werden Kernreaktoren heute noch als Atommeiler bezeichnet.

Weblinks

See also: Kohlenmeiler, Hitze, Holz, Holzkohle, Kegel (Geometrie), Kernreaktor, Köhler, Westfälisches Freilichtmuseum Hagen, Wärme, Quandel