Durchschreibepapier

Durchschreibepapier, auch Blaupapier oder Kohlepapier genannt, wird verwendet, um von Schriftstücken wie Briefen oder Formularen gleichzeitig einen Durchschlag anzufertigen. Dazu benutzte man früher Kohlepapier, das zwischen das Original und ein weiteres (meist dünneres) Blatt (den Durchschlag) gelegt wurde. Auch mehrere Durchschläge waren möglich, wobei vor jeden weiteren Durchschlag wiederum ein Kohlepapier gelegt werden musste. Korrekturen waren sehr aufwendig, da sie auf jedem Blatt einzeln auszuführen waren. Es musste daher weit mehr auf Sorgfalt für korrektes Schreiben (meist auf der Schreibmaschine) geachtet werden.

Heute sind kohlefreie Durchschreibepapiere meist an die Formulare angeheftet. Diese Papiere enthalten auf ihrer Oberfläche z. B. eine Schicht mit einer festen Säure und darüber eine zweite Schicht mit kleinen Kapseln, die in einem Bindemittel eingelagert sind. Diese Kapseln mit einem Durchmesser von 10 Mikrometern enthalten z. B. farbloses Kristallviolettaceton, das, nach dem Aufplatzen der Kapseln durch den Druck des Schreibgeräts, auf die darunter liegende Schicht fließt. Es bildet sich der blauviolette Triphenylmethanfarbstoff und somit kommt die Schrift auf die Kopie.

Von dem englischen Ausdruck für Kohlepapier, Carbon Copy, kommt die heute auch im E-Mail-Verkehr übliche Abkürzung CC.

See also: Durchschreibepapier, Bindemittel, CC, E-Mail, Original, Schreibmaschine, Säure, Triphenylmethan