Kohlhernie
Kohlhernie (Erreger: Plasmodiophora brassicae) ist der Name einer Pflanzenkrankheit.
Der Pilz Plasmodiophora brassicae verursacht eine Erkrankung der Wurzeln der meisten kreuzblütigen Kulturpflanzenarten (Kohl, Raps, Senf, Rettich u.a.m.), einer Vielzahl von Unkräutern aber auch einer ganzen Reihe von gärtnerischen Zierpflanzen aus der Familie der Kreuzblütler.
Durch ungesteuertes Wachstum der Zellen im Wurzelbereich und einer damit verbundenen Zerstörung der für die Nährstoff- und Wasserversorgung notwendigen Gefäße werden die Pflanzen so geschwächt, dass sie unter dem Einfluss von Stressfaktoren wie hohe Verdunstung bei höheren Temperaturen und damit verbundenem Wassermangel häufig absterben.
Da der Erreger viele Jahre im Boden überdauern kann, werden als 'Bekämpfungsstrategie' landwirtschaftlich-anbautechnische Gegenmaßnahmen wie langfristige Fruchtfolge, gute Bodenbearbeitung zur Vermeidung von Staunässe oder der Anbau von Sorten der betroffenen Arten mit einer erhöhten Widerstandkraft sowie guter Wurzelregenerationsfähigkeit angesehen.
Literatur
- Mattusch, P.: Kohlhernie der Kreuzblütler. Nachrichtenbl. Deut. Pflanzenschutzdienst 37. 1985, 44.
