Kompakter Raum

kompakter Raum

berührt die Spezialgebiete

ist Spezialfall von

umfasst als Spezialfälle

Kompaktheit ist eine rein topologische Eigenschaft, die einem topologischen Raum zukommt oder nicht, und die in vielen mathematischen Aussagen vorausgesetzt wird - oft auch in abgeschwächter Form als Lindelöf-Eigenschaft oder Parakompaktheit. Lokale Kompaktheit ist dagegen eine weder über-, noch untergeordnete Bedingung.

Eine kompakte Menge nennt man je nach Kontext auch Kompaktum oder kompakter Raum; dabei ist nicht erheblich, ob sie Teilmenge eines Oberraums ist oder nicht.

Einfache Beispiele für kompakte Mengen sind abgeschlossene und beschränkte Teilmengen des Euklidischen Raums Rn wie das Intervall [0,1] (bei n=1) oder dessen Verallgemeinerung, der n-dimensionale Hyperwürfel [0,1]n. Einfache Gegenbeispiele bilden die nicht kompakten Mengen N oder [0,1).

Der Begriff Beschränktheit setzt jedoch eine Metrik voraus. Kompaktheit kann man dagegen in einer abstrakteren Weise definieren, die nicht mehr als eine beliebige Topologie voraussetzt.

Inhaltsverzeichnis

Definition

Eine Teilmenge M eines topologischen Raums E heißt kompakt, wenn aus jeder vorgegebenen offenen Überdeckung eine endliche Teilüberdeckung ausgewählt werden kann.

Bemerkungen:

Beispiele

Die folgenden Räume sind kompakt:

Die folgenden Räume sind nicht kompakt:

Eigenschaften

Einige Sätze beziehen sich auf Kompaktheit (siehe Topologie-Glossar für Definitionen):

Andere Formen von Kompaktheit

Es gibt einige topologische Eigenschaften, die äquivalent zur Kompaktheit in metrischen Räumen sind, aber inäquivalent in allgemeinen topologischen Räumen. Diese beinhalten die folgenden:

Während diese Konzepte für metrische Räume äquivalent sind, gibt es im Allgemeinen folgende Beziehungen:

Siehe auch: Topologie-Glossar

See also: Kompakter Raum, Abgeschlossene Menge, Algebraische Geometrie, Analysis, Auswahlaxiom, Banachraum, Beschränktheit, Bijektiv, Bildmenge, Boolesche Algebra