Komparativ
Mit dem Begriff Komparativ (v. lat.: comparare = vergleichen) wird die erste Steigerungsform des Adjektivs bezeichnet. Der Komparativ wird in vergleichenden Beschreibungen benutzt, um die unterschiedlich starke Ausprägung einer Eigenschaft zum Ausdruck zu bringen.
Im Deutschen enden Adjektive mit regelmäßiger Komparation im Komparativ auf -er.
Beispiele (Komparativ jeweils fett gekennzeichnet):
- schnell — schneller — (am) schnellsten
- laut — lauter — (am) lautesten
- weit — weiter — (am) weitesten
Adjektive mit unregelmäßigen Komparativformen sind z.B.:
- gut — besser — (am) besten
- viel — mehr — (am) meisten
Zu einer Reihe von Adjektiven kann im Deutschen keine Steigerungsform gebildet werden, weil diese inhaltlich keinen Sinn ergeben würde. Die Adjektive tot, einzig und schwanger sind Beispiele hierfür.
Grammatisch defekt ist z.B. der Komparativ minder, denn ihm fehlt die ungesteigerte Form (der Positiv); notfalls behilft man sich mit „wenig“ (Komparativ davon eigentlich: weniger).
Nicht vergleichender Gebrauch
Neben dem Gebrauch in Vergleichen kann die Komparativform des Adjektivs auch in nicht vergleichenden Sätzen verwendet werden.
- Meine Nachbarin ist eine ältere Dame.
In dieser nicht vergleichenden Verwendung wird das Adjektiv gegenüber dem Positiv abgeschwächt, nicht verstärkt. Eine ältere Dame ist nicht so alt, wie eine alte Dame.
Eine nicht vergleichende Art der Verwendung findet sich parallel auch bei der zweiten Steigerungsform des Adjektivs, dem Superlativ. Sie wird Elativ genannt.
