Königssee

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right|300px|thumb|Königssee von St. Bartholomä aus gesehen

Daten
Name: Königssee
Lage: Südosten Bayerns
Fläche: 5,218 km²
maximale Tiefe: 190 m
mittlere Tiefe: 98,1 m
Rauminhalt511.785.000 m³
Zuflüsse: Schreinbach, Obersee
daneben: Kesselbach, Eisbach, Königsbach
Abflüsse: Königsseer Ache
Höhe über NN: 603 m
Orte am Ufer: St. Bartholomä, Schönau am Königssee
Besonderheiten: Besitzt eine Insel: Christlieger
Bilder
right|300px|thumb|Königssee vom Malerwinkel aus gesehen

right|300px|thumb|Blick von der Archenkanzel

right|300px|thumb|St. Bartholomä

Im Südosten Bayerns liegt der langgestreckte, von hohen Bergen wie dem Watzmann umgebene Königssee. Gespeist wird der Königssee im wesentlichen durch den südöstlich gelegenen Obersee.

Während der letzten Eiszeit wurde dieser tiefe See von Eisströmen gebildet und durch einen natürlichen Damm an seinem Abfluss aufgestaut. Die Schönheit des Sees und seines Ufers gaben den Ausschlag für den Nationalpark Berchtesgaden der auch einen Großteil des Sees beinhaltet.

Der See fließt durch die Königsseer Ache zur Salzach ab. Der Mündung schräg gegenüber öffnet sich das Eisthal, eine tiefe, schauerliche Schlucht bis zum Kern des Watzmann, welche einen Blick in die innerste Wüste der Hochalpenkette gestattet. Die einst berühmte "Eiskapelle", eine dort befindliche großartige Eisgrotte, ist durch einen Felsensturz 1861 und die darauf folgenden warmen Sommer fast ganz vernichtet worden. Aus dem Eisthal bricht der Eisbach hervor, der durch den mitgeführten Schutt eine Halbinsel gebildet hat, die Hirschau, auf der die alte Wallfahrtskirche St. Bartholomä (schon 1134 stand hier eine Kapelle) und ein Jagdschlösschen (mit Gasthaus im Parterre) liegen. Am Bartholomäustag (24. August) ist große Wallfahrt dahin, und nachts leuchten auf allen Höhen Feuer. Der See ist sehr reich an Alpenforellen, hier Saiblinge genannt. Einen schönen Blick auf den See hat man von der Aussichtskanzel Feuerpalven.

Der See wird von April bis Oktober von der Bayerischen Seenschifffahrt Königssee befahren, die unzählige Touristen nach St. Bartholomä befördert.

Am nördlichen Ende des Sees liegt östlich des Abflusses in die Königseer Ache der Ortsteil Königssee der Gemeinde Schönau am Königssee. Etwa 250 m südlich des Abflusses zur Königsseer Ache und ca. 30 m vom Ostufer, noch im seichteren Nordteil des Sees und direkt an der Abbruchkante zur Tiefe liegt die kleine Felseninsel Christlieger.

Im Winter war der See bis in die 1990er hinein regelmäßig zugefroren. Allerdings kam und kommt es auch zu Einbrüchen im Eis. Tragisch-kurios ist da zum Beispiel der VW-Käfer, der 1961 mitsamt Fahrer in die Tiefe sank.

Zusammenfassung der Daten

Siehe auch

Weblinks

Koordinate: 50°40'00 N 11°06'00 O

See also: Königssee, 1861, Bartholomäus, Bayern, Eisbach, Eiszeit, Feuerpalven, Halbinsel, Insel