Konziliarismus
Der Konziliarismus oder die konziliare Theorie besagt, dass die Entscheidungen der Konzile über denen des Papstes stehen. Damit hätten die Frequens - regelmäßig stattfindende Konzile - die höchste Entscheidungsgewalt der Kirche repräsentiert.
Die protestantischen und insbesondere die orthodoxen Kirchen stimmen mit dem Konziliarismus prinzipiell überein, innerhalb der katholischen Kirche wurde er vom Konzil von Konstanz (1414-1418) und in seiner Nachfolge vom Konzil von Basel (1431 bis 1449) vertreten, vom 5. Laterankonzil (1512-1517) jedoch wieder zugunsten des päpstlichen Primats abgelehnt.
