Kopfweide
thumb|120px|KopfweideAls Kopfweide bezeichnet man eine Weide, deren Stamm in einer Höhe von ca. 2 m abgesägt wurde. An der Schnittfläche treibt der so behandelte Baum in großer Zahl neue Triebe aus. Diese Ruten lassen sich gut erreichen und zur wirtschaftlichen Nutzung abschneiden. Im Laufe der Zeit verdickt sich der oberste Abschnitt des Stammes, es entsteht der „Kopf“ der Weide. Ist eine Weide einmal zur Kopfweide geschnitten worden muß sie regelmäßig gepflegt werden. Sonst treibt der Baum mit seiner veränderten Statik große Äste aus, und bricht unter deren Last zusammen (vgl. a.: Totholz).
Die gewonnenen Ruten wurden in früheren Zeiten z.B. zur Korbflechterei oder in Verbindung mit Lehm als Baumaterial für Häuserwände benutzt. Durch die Verbreitung anderer Materialien ist die wirtschaftliche Nutzung der Weiden fast völlig verschwunden, und dementsprechend werden die Kopfweiden auch kaum noch gepflegt. Wird heutzutage noch eine Pflege durchgeführt, so meistens durch Naturschutzorganisationen die sich für den Erhalt der Kopfweiden als Lebensraum zahlreicher Tiere einsetzen.
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Kategorie:Baum
Kategorie:Weidengewächse
