Korallenriff
Als Korallenriff bezeichnet man die kalkigen Ablagerungen von Korallen, das Korallenskelett, das im Laufe vieler Jahrhunderte aufeinander wachsend zu großen, teilweise gebirgsartigen Riffen herangewachsen ist. thumb|250px|Korallenriff Für die Bildung solcher Strukturen durch die Korallen bedarf es klaren, flachen und vor allem warmen Wassers, so dass sich die Entstehungsgebiete auf einen Bereich zwischen 30° nördlicher und 30° südlicher Breite beschränken. Die Gesamtfläche aller Korallenriffe beträgt etwa 285.000 km². Jährlich werden im Durchschnitt 640 Millionen Tonnen Kalziumkarbonat abgelagert.
Man unterscheidet zwischen verschiedenen Arten von Korallenriffen, die sich grundsätzlich in ihrer Form und Entstehung unterscheiden. Das Atoll hat eine ringförmige Ausbreitungsform und bildet meist eine Lagune in der Mitte. Das Saumriff erstreckt sich oftmals viele Kilometer entlang der Küste und stellt eine Verlängerung der Landmasse dar. Das Barriereriff folgt wie das Saumriff dem Küstenverlauf des Festlandes, ist mit ihm aber nicht über der Wasseroberfläche verbunden. Es trennt die offene See vom Festland und lässt so unter bestimmten Bedingungen eine langgezogene Lagune entstehen.
Gesunkene Schiffe können auch zu Riffen werden.
In der Meerwasseraquaristik beschäftigt man sich mit der künstlichen Nachbildung von Korallenriffen.
Die Zahl der Korallenriffe nimmt stark ab, bereits ein Fünftel sämtlicher Riffe sind verschwunden. Gründe dafür sind das Dynamitfischen und Zyanidfischen, die Überfischung allgemein, die industrielle Verschmutzung, Bauaktivitäten und auf Grund gelaufene Schiffe.
Bedeutung
Korallenriffe sind für 500 Millionen Menschen in Südost- und Südasien, in Ostafrika und in der Karibik vor allem als ausgezeichnete Proteinquelle von Bedeutung. Sie schützen Strände vor Erosion und Sturmschäden. Von Touristen werden die Riffe ihrer Schönheit wegen geschätzt. Korallenriffe beheimaten außerdem eine Vielzahl mariner Lebewesen und sind für deren Existenz von grosser Wichtigkeit.
