Koscher
Der Begriff koscher kommt aus dem Hebräischen (כשר) und bedeutet soviel wie "rein", "tauglich" oder auch "geeignet".
Der Begriff wird für zahlreiche Dinge des jüdischen Lebens und der Tradition verwendet. Umgangssprachlich wird vor allem als koscher bezeichnet, was nach den jüdischen Speisevorschriften als rituell rein erlaubt gilt. Der Gegensatz dazu heißt treif, treife (auf Fleisch bezogen), oder auch tame: rituell unrein.
Koscher bedeutet erstens den Verzicht auf den Genuss von Tieren, die in der Tora verboten sind, wie z.B. Schweinefleisch und Meeresfrüchte. Zweitens müssen koschere Tiere den rituellen Vorschriften entsprechend geschlachtet, d.h. geschächtet werden. Drittens darf milchiges und fleischiges Essen nicht zusammen gegessen oder mit demselben Geschirr zubereitet werden. Man muss eine gewisse Zeit warten, bis das Essen verdaut wurde. Dazu gibt es örtlich unterschiedliche Bräuche; siehe auch unten die Erklärung von Rabbiner Riskin. Das Verbot des Mischens von Milch- und Fleischprodukten geht auf die Bestimmung zurück: "Du sollst das Böcklein nicht in der Milch seiner Mutter zubereiten." Diese Vorschrift erscheint dreimal in der Bibel: zweimal im 2. Buch Mose, und einmal im 5. Buch Mose.
Das Substantiv Kaschrut bezeichnet die Vorschriften, die angeben, was koscher ist und was nicht.
Der entsprechende arabische Begriff für koscher ist halal, er bezeichnet die nach den islamischen Speisevorschriften erlaubten Zubereitungen, Zutaten usw.
Im übertragenen Sinne kann koscher auch ethisch einwandfrei bedeuten.
Siehe auch: Jüdische Speisegesetze, Kaschrut, Hekscher, mehadrin
