Kosmogonie

Die Kosmogonie (griechisch κοσμογονία - die Weltzeugung) bezeichnet

  1. die Wissenschaft von der Entstehung und Entwicklung des Weltalls und ist Teil der Kosmologie.
  2. Mythen von der Entstehung der Welt.

Wissenschaft

Heute wird von den meisten Wissenschaftlern angenommen, dass das Weltall durch den Urknall entstanden ist und sich seitdem zu unserer heutigen Form entwickelt hat.

Dieses Modell verdrängte allmählich den Gedanken eines im Prinzip stationären Kosmos. (Zum Beispiel Steady-State-Modell, siehe auch Kopernikanisches Prinzip.)

siehe auch: Im Beitrag zur Kosmologie - das Standardmodell der Kosmologie - die Entstehung des Kosmos (des Universums) aus heutiger, wissenschaftlicher Sicht.

Mythen

Kosmogonie meint die verschiedenen Mythen von der Entstehung der Welt (Kosmos) in der Religionsgeschichte. Den Kosmogonien liegt häufig die Vorstellung eines Urwesens oder Urstoffes zugrunde, aus dem die Welt geschaffen wurde oder entstehen konnte. Nach alt-indischen Mythen spaltete sich ein Ei in zwei Hälften. Aus dem Dotter wurde die Sonne und aus den Hälften Himmel und Erde. Ebenso gibt es die Anschauung einer Schöpfung aus dem Nichts, nach der die Welt in der Idee einer Gottheit entstand und durch das Wort Realität wurde. Die Zukunft des Universums ist allerdings in wissenschaftlicher Hinsicht offen und Gegenstand aktueller Diskussion. Im Jahre 1998 wurde eine beschleunigte Expansion identifiziert, die gegen das Modell einer zukünftigen Kontraktion zu sprechen scheint.

See also: Kosmogonie, Gott, Griechische Sprache, Kopernikanisches Prinzip, Kosmologie, Kosmos, Mythos, Nichts, Religionsgeschichte, Schöpfung