Naturpark Kottenforst-Ville
Der Naturpark Kottenforst-Ville liegt zwischen Rheinebene und Erft westlich der Großstädte Köln und Bonn in Nordrhein-Westfalen.
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Lage und naturräumliche Gliederung
Der Naturpark erstreckt sich von Nordwest nach Südost über gut 60 km bei einer Breite bis zu etwa 30 km, er ist 1.045 km² groß. Das Erfttal bildet zwischen Euskirchen und Bedburg den westlichen Abschluss. Städte, die größtenteils im Gebiet des Naturparks liegen, sind Bedburg, Bergheim (Erft), Brühl, Zülpich, Euskirchen, Rheinbach und Meckenheim.
Kottenforst
Den südlichen Teil des Naturparks bildet der Kottenforst. Dieser besteht aus weitgehend flachen und bewaldeten Gebieten südwestlich von Bonn oberhalb der Kölner Bucht und wird zur Eifel gerechnet.
Der Kottenforst ist von einem spinnenartigen Wegenetz durchzogen, das auf das ehemalige Schloß Herzogsfreude in Röttgen ausgerichtet ist. Diese Schneisen ließ im 18. Jahrhundert Kurfürst Clemens August zum Zwecke der Parforcejagd anlegen.
Ville (Vorgebirge)
Mittlerer Teil des Naturparks ist der Höhenzug Ville bzw. Vorgebirge. Auch dieses Gebiet gehört noch zur Eifel und ist in großen Teilen bewaldet.
Der nördliche Teil der Ville ist durch den frühen Braunkohlentagebau und die anschließende Rekultivierung geprägt. Im Bereich Erftstadt, Brühl und Hürth sind so etwa 40 große und kleine Seen entstanden, die heute zum Baden, Tauchen, Angeln und zum Erholen genutzt werden (Ville-Seenplatte). Im Jahr 1920 wurde mit der Aufforstung des Gebiets mit Buchen, Kiefern, Roteichen und Lärchen begonnen.
nördliche Ausläufer
Im Norden hat das Naturparkgebiet mehrere fingerförmige Ausläufer um die Orte Pulheim, Bergheim, Bedburg und Kerpen. Diese Gebiete liegen in der Kölner Bucht und sind gemischt städtisch, landwirtschaftlich oder auch industriell.
Flora und Fauna
Im Kottenforst bei Bonn, zwischen den Bonner Stadtteilen Röttgen, Bad Godesberg (Schweinheim) sowie der L 158 und der A 565 befindet sich das Restaurant Waldau. In seiner unmittelbaren Umgebung auf dem Venusberg an der Dottendorfer Allee stehen noch zahlreiche alte "Kopfbuchen". Die früher in Brusthöhe zur schnellen Feuerholzgewinnung "geköpften" Buchen nahmen mit zunehmendem Wachstum eine extrem bizarre Wuchsform an, was ihnen auch den Beinamen "Gespensterbuchen" einbrachte.
Besonderheiten
außerhalb der Städte
- Die römische Eifelwasserleitung kann auf dem Villerücken in großen Teilen noch gefunden werden.
- Bahnhöfe: Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Kottenforst, abseits von Ortschaften an der Voreifelbahn gelegen, ist ein großer schmucker Fachwerkbau. Der Kaiserbahnhof in Brühl-Kierberg an der Eifelbahn wurde 1875 prunkvoll gestaltet, damit Kaiser Wilhelm I. von dort zu Truppenbesuchen in der Eifel aufbrechen konnte.
- Eiserner Mann: sagenumwobener eiserner Pfahl im Wald bei Swisttal-Heimerzheim
- Phantasialand: großer Freizeitpark im Ville-Rekultivierungsgebiet
- Tomburg bei Rheinbach
- Kaster: Das mittelalterliche sehr kleine Städtchen (heute zu Bedburg) wurde vom Tagebau verschont.
- Marienfeld mit "Papsthügel": In der Rekultivierungsfläche des Tagebau Frechen bei Kerpen wird zurzeit eine Fläche für die Abschlussveranstaltung des Weltjugendtags 2005 vorbereitet.
Liste der Seen in der Ville-Seenplatte
- Concordia See
- Köttinger See
- Zieselsmaarsee
- Villesee
- Dinnendahlsee
- Liblarer See
- Forellenteich
- Obersee
- Mittelsee
- Untersee
- Bleibtreusee
- Silbersee
- Heider Bergsee
- Gruhlsee
- Margarethenweier
- Schluchtsee
- Franziskussee
- Karauschenweiher
- Teich
- Donatussee
- Zwillingssee
- Entenweiher
- Villenhofer Maar
- Pfingsdorfer See
- Fasanenweiher
- Forsthausweiher
- Lucretiasee
- Berggeistsee
- Gotteshülfeteich
- Otto-Maiglersee
- Waldsee
- Klärteich
- Hirschweiher
- Kurfürstenweiher
Weblinks
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