Kräuterspirale
Die Kräuterspirale ist ein dreidimensionales Beet in dem Kräuter angebaut werden. Die Idee zur Kräuterspirale entstammt aus der Permakultur. Durch ihren Aufbau ermöglicht sie es, auf kleinstem Raum Standortansprüchen von Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen gerecht zu werden.
Aufbau
thumb|Kräuterspirale im Frühsommer
Die Spirale windet sich um einen Steinhaufen und steigt dabei kontinuierlich an. Der aufgefüllte Boden wird nach oben hin zunehmend mit Sand durchmischt, um ihn durchlässig zu machen.
Von unten gesehen beginnt die Kräuterspirale mit einem kleinen Teich an der Südseite. Dieser schafft ein feuchtes Mikroklima und reflektiert zusätzlich Licht und Wärme gegen die Südwand hinter der die Wurzeln der wärmeliebenden Kräuter liegen.
In der Nähe des Teiches ist die Feuchtzone mit einem humusreichen, lehmigen Boden. Es ist dort sonnig und feucht, was Pflanzen wie Minze, Zitronenmelisse oder Schnittlauch gedeihen lässt.
Den mittleren Teil bezeichnet man als Normalzone. Der Boden hier entspricht typischen mitteleuropäischen Wachstumsbedingungen, indem er ebenfalls noch humos ist, aber durchlässiger als in der Feuchtzone. Hier gibt es auch Bereiche, die im Halbschatten liegen. Pflanzen, die hier gut wachsen sind z.B. Petersilie, Koriander, Estragon, Kümmel Oregano oder Basilikum (Sonnig!).
Den oberen Teil der Spirale bildet eine Trockenzone. Der Boden ist durchlässig und mager. Der innere Aufbau der Kräuterspirale gewährleistet eine gute Drainage. Dies sind ideale Bedingungen für zahlreiche Mittelmeerkräuter, wie Salbei, Thymian oder Lavendel.
Der Übergang zwischen diesen Zonen ist fließend, so dass ein großes Spektrum von Wachstumsbedingungen abgedeckt wird.
Siehe auch: Garten, Kulturboden, Heilpflanze, Gewürzpflanze, Trockenmauer
Literatur
- Irmela Erckenbrecht: "Die Kräuterspirale - Bauanleitung, Kräuterportraits, Rezepte" ISBN 3-89566-190-2
