Kreuzotter

Kreuzotter
thumb|300px|Kreuzotter (Vipera berus)
Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Vipern (Viperidae)
Gattung: Echte Ottern (Vipera)
Art: Kreuzotter
Wissenschaftlicher Name
Vipera berus
L.

Die Kreuzotter (Vipera berus) ist eine vor allem in Europa (mit Ausnahme Südeuropas) beheimatet Giftschlange.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Sie wird zwischen 60 bis 90 cm lang und ist an einem Zickzack-Band am Rücken sowie den senkrecht geschlitztem Pupillen zu erkennen. Die größten Exemplare aus Deutschland maßen bei Männchen 70 cm, bei Weibchen 89 cm.

Im Gegensatz zu anderen Reptilien hält die Kreuzotter die Eier bis zum Schlüpfvorgang im Körper. Dadurch ist sie lebend gebärend (ovovivipar).

Oft wird die ungiftige Schlingnatter (auch Glattnatter genannt) mit ihr verwechselt.

Verbreitung

In Deutschland kommt sie außer in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und dem Rhein-Main-Gebiet fast überall zerstreut vor, ist aber in ihrem Bestand stark bedroht und steht unter Naturschutz.

In Österreich ist diese Art in allen Bundesländern, außer Wien und Burgenland verbreitet. In den Alpen besiedelt sie Gebiete bis etwa 2500 m. Die Kreuzotter fehlt im pannonischen Tiefland und in Südostösterreich. Es existieren größere lokale Vorkommen im Mühl- und Waldviertel.

Sie bevorzugt Habitate mit starker Tag-Nacht Temperaturschwankung und hoher Luftfeuchtigkeit. Besiedelt werden alpine Geröllfelder, Waldschneisen und deren Ränder, Nadelwälder, Bergwiesen und Moore.

Giftigkeit

Ihr Gift ist in der Regel nur für Kinder und alte Menschen lebensgefährlich (es hat in Deutschland keine nachgewiesenen Todesfälle gegeben). Im Falle eines Bisses sollte das Opfer ruhig bleiben und sich in das nächste Krankenhaus bringen lassen. Da die Otter das giftige Sekret, welches sie zum Jagen von Mäusen, Fröschen, Blindschleichen oder anderem Getier benötigt, nicht einfach verschwendet, wird bei einem Großteil der Bisse kein oder nur sehr wenig Gift injiziert. Die Symptome des Bisses äußern sich so: Rund um die Bissstelle sollte etwa eine Stunde später eine gewaltige Schwellung entstehen, es kann auf Grund von Nervengiften zu Atemnot und Herzbeschwerden kommen. Wegen des blutzersetzenden Teils des Sekretes ist es möglich, dass die Zone nahe der Bissstelle bläulich aussieht. Normalerweise treten diese Symptome jedoch nicht auf und auch die Schmerzen des Bisses halten sich in Grenzen, so dass manche Leute überhaupt nichts davon merken, wenn sie gebissen werden.

Varianten

thumb|"Höllenotter" und "normale" Kreuzotter Höllenotter Die Höllenotter ist eine schwarze Form der Kreuzotter. Sie wurde früher für eine andere Schlangenart gehalten und bekam deswegen einen zusätzlichen Namen zugeteilt.

Kupferotter Genauso wie die schwarze Höllenotter wurde früher auch die 'Kupferotter, die kupferfarbene Variante der Kreuzotter, für eine ganz andere Art gehalten.

Im Volk entstand auch der Aberglaube, dass rote oder schwarze Kreuzottern besonders giftig seien. Die meisten Exemplare der Höllen- oder Kupferotter sind nicht von Geburt an schwarz, sondern dunkeln in den ersten zwei Lebensjahren allmählich ein.

Weblinks

Siehe auch

20px WikiCommons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema Vipera berus

See also: Kreuzotter, Alpen