Senke (Geomorphologie)

Eine Senke im Sinne der Geomorphologie, die im Rahmen dieser Wissenschaft Depression genannt wird, ist ein Gebiet auf dem Festland, das tiefer liegt als der Meeresspiegel und daher sowie auch im Unterschied zu einer über NN liegenden Niederung keinen Abfluss hat.

Diesbezüglich sind Depressionen oftmals weitläufige, schüsselartige Hohlformen der Erdoberfläche, die im Unterschied zu Becken unterhalb der 0-m-Höhenlinie liegen, also in sich geschlossene Bereiche, die von dieser Höhe umschlossen werden.

Depressionen trifft man oft in den Trockengebieten der Erde an; dort wird die tiefste Stelle solcher Senken ohne Abfluss zum Meer entweder von einem Salzsumpf oder einem Salzsee eingenommen. In feuchten Gebieten der Erde sind alle derartigen geschlossenen Hohlformen von einem See erfüllt. Liegt deren Seeboden unterhalb des Meeresspiegels, so spricht man von einer Kryptodepression. Solche Senken treten besonders häufig in vergletscherten Gebieten oder in den Randseen der Hochgebirge auf. Hier haben die Gletscher die Täler bis unter den Meeresspiegel ausgeschürft. Endmoränen oder Felsriegel dämmen diese Gebiete ab.

Die tiefsten Kryptodepressionen sind: Baikalsee, Kaspisches Meer, Totes Meer und Tanganjikasee.

An flachen Meeresküsten und in manchen Flussmündungen wird durch die Eindeichung und ständige Entwässerung wenig unter dem Meeresspiegel liegendes Land künstlich von der Meeresbedeckung freigehalten und als Kulturland genutzt - hier spricht man von der Abdämmungsdepression. So liegt etwa mehr als ein Viertel der Niederlande tiefer als der Meeresspiegel bei Mittelwasser.

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