Kulmbach

Wappen Karte
140px|Wappen fehlt
Wappenabbildung
auf ngw.nl
140px|Deutschlandkarte, Position von Kulmbach hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Kulmbach
Höhe: 345 m ü. NN
Geografische Lage: 50° 06' n. Br.
11° 26' ö. L.
Fläche: 92,77 km²
Einwohner: 27.733 (31. Dezember 2003)
Bevölkerungsdichte: 299 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 95312 - 95326
Vorwahl: 09221
Kfz-Kennzeichen: KU
Gemeindeschlüssel: 09 4 77 128
Stadtgliederung: XX Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
95326 Kulmbach
Offizielle Website: www.stadt-kulmbach.de
E-Mail-Adresse: info@stadt-kulmbach.de
Politik
Oberbürgermeisterin Inge Aures (SPD)

Kulmbach ist eine Große Kreisstadt nordwestlich von Bayreuth in Deutschland.

Die Stadt ist berühmt wegen ihrer Biere und der Plassenburg, die unter anderen das Deutsche Zinnfigurenmuseum beherbergt, die größte Zinnfigurensammlung der Welt. Kulmbach liegt am Weißen Main. left|200px|thumb|Verkehrskarte aus dem Jahr 1912 mit Frankenwald am oberen rechten Rand

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Aus der Zeit um 900 n. Chr. ist eine Kleinsiedlung im heutigen Stadtteil Spiegel bekannt, die aus einem Forsthof und einem bewehrten Fronhof zum Schutz des Mainübergangs am Grünwehr bestand. Das Gebiet ging später an die Grafen von Schweinfurt über, die sich in der Herrschaftsausübung meist von den Walpoten vertreten ließen.

Zum erstenmal wurde der Name Kulmbach als kulma in einer Schenkungsurkunde in der Alkuinbibel zwischen 1028 und 1040 erwähnt. Der Name stammt von einem Bach, der vom Berg herunterkommt (Culmin-aha, Culmna). Dieser Bach wurde später aus einem Missverständnis heraus in Kohlenbach umbenannt.

Als die Schweinfurter Grafen im Mannesstamme ausstarben, kam Kulmbach durch die Heirat der Erbtochter Gisela mit Graf Arnold von Dießen an das Geschlecht der Dießen-Andechser. Die Grafen erwarben weitere Gebiete rund um Kulmbach, erbauten im ersten Drittel des zwölften Jahrhunderts die erste Veste Plassenburg und gründeten in der heutigen Oberen Stadt eine Marktsiedlung und eine Kirche. Die Andechser erhielten im Jahre 1180 von Kaiser Barbarossa die Reichsfürstenwürde und den Herzogstitel von Herzöge von Meranien nach dem Ort Marano zwischen Venedig und Triest (heute Marano Lagunare). Um 1231 erhielt Kulmbach Stadtrechte. Anstelle der alten Plassenburg, über deren Standort man sich nicht sicher ist, erbauten die Herzöge auf einem Bergsporn oberhalb Kulmbachs eine neue Burg. Mit dem letz ten Herzog von Meranien, Otto II., der 1248 kinderlos starb, endete die Herrschaft der Meranier.

350px|thumb|Die Plassenburg von oben

Nach jahrelangen Erbstreitigkeiten fiel die Herrschaft Plassenburg und damit Kulmbach 1260 an das thüringische Grafengeschlecht Orlamünde. Die Orlamünder vollendeten die neue Plassenburg und gründeten das Kloster Himmelkron. Schließlich verpfändeten sie Burg und Stadt. 1340 übernahmen nach dem Tode des letzte Orlamünde auf Grund eines Vertrages die Burggrafen von Nürnberg aus dem Geschlecht der Hohenzollern Kulmbach und die Plassenburg. Bis ins 17. Jahrhundert wurde die Plassenburg Residenz des Burggrafenamtes, später der Markgrafschaft Brandenburg-Kulmbach. Durch die günstige Lage an den Alt- und Geleitstraßen nach Bamberg, Nürnberg, Eger, Hof und Leipzig blühte der Handel in der Stadt - es bildeten sich Zünfte der Tuchmacher, Barchentweber, Färber und Seidensticker. Im Jahre 1398 lebten in Kulmbach 1500 bis 2000 Einwohner, dies lässt sich aus einem burggräflichen Bestandsverzeichnis über Grundstücke, Häuser und Steuern entnehmen. Die Stadt wurde regiert von einem herrschaftlichen Vogt, dem Bürgermeister und einem Rat angesehener Bürger.

Durch die Übertragung des Fürstenprivilegs 1363, der Kurwürde und der Mark Brandenburg 1415 nannten sich danach alle fränkischen Hohenzollern Markgrafen von Brandenburg-Kulmbach. Von 1411 bis 1529 standen Kulmbacher als Kanzler an der Spitze der Verwaltung der Mark Brandenburg (Dr. Friedrich Sesselmann, Sigismund Zehrer und Sebastian Stublinger).

Im Jahre 1430 brandschatzten die Hussiten auf ihrem Rachefeldzug die Stadt. Im Zuges des Wiederaufbaus wurde auch die Petrikirche in neugotischem Stil wiedererrichtet, in der unter Markgraf Georg dem Frommen 1528 der erste evangelische Gottesdienst gefeiert wurde.

Der streitlustige Markgraf Albrecht Alcibiades wollte ganz Franken unter seine Herrschaft bringen und zog sich dadurch die Gegnerschaft der Bistümer Bamberg und Würzburg zu, die sich mit der Freien Reichsstadt Nürnberg verbündeten. Im Bundesständischen Krieg, auch (2.) Markgräflerkrieg genannt, nahm diese Allianz am Konraditag, dem 26. November 1553 Kulmbach ein und plünderte die Stadt. Am 21. Oktober 1554 wurde auch die Plassenburg, deren Besatzung den Feinden bis dahin standgehalten hatte, in Brand gesteckt und zerstört. Die Schlacht ist im Deutschen Zinnfigurenmuseum in Kulmbach nachgestellt.

Politik

Bürgermeister

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

(Literatur: Birgit Tuchen, Öffentliche Badhäuser in Deutschland und der Schweiz im Mittelalter und der frühen Neuzeit, Michael-Imhof-Verlag, Petersberg 2003, ISBN 3-935590-72-5)

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Stadt

Markgrafen von Brandenburg-Kulmbach

Weblinks


See also: Kulmbach, 11. November, 1419, 1472, 1510, 16. Oktober, 1601, 17. Juli